Zweimal Pfosten, ein Punkt – FC Schaffhausen mit gutem Auftritt in Brühl

Zweimal Pfosten, ein Punkt – FC Schaffhausen mit gutem Auftritt in Brühl

Der FC Schaffhausen zeigt beim SC Brühl St. Gallen die erhoffte Reaktion auf die beiden vergangenen Niederlagen. Die Munotstädter treten engagiert auf, erspielen sich zahlreiche Chancen und nehmen vor 750 Zuschauenden beim 1:1 einen verdienten Punkt mit. Mit etwas mehr Glück wäre sogar ein Sieg möglich gewesen.

Del Toro bringt den FCS in Führung

Die Gastgeber mussten bereits nach vier Minuten einen Rückschlag verkraften. Der ehemalige FCS-Akteur und heutige Brühl-Captain Cicek verletzte sich am Oberschenkel und konnte nicht weiterspielen. Schaffhausen wollte die neue Situation nutzen und machte von Beginn an Druck.

Vor allem Saliji war in der Startphase auffällig. Zweimal kam er zu guten Möglichkeiten, blieb im Abschluss aber glücklos. In der 18. Minute fiel dann die Führung: Ermir Lenjani spielte Danilo Del Toro wunderbar frei. Der FCS-Captain lief alleine auf den Brühler Torhüter zu und schob souverän zum 0:1 ein.

Auch danach blieb Schaffhausen gefährlich. Campos und Wetz kamen zu weiteren Chancen, während Brühl erst nach rund 30 Minuten besser in die Partie fand. In dieser Phase war FCS-Goalie Samuele Rutigliano gefordert und musste zweimal stark parieren.

Es entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Bis zur Pause verzeichneten beide Teams fünf Torschüsse. Die knappe Führung des FCS ging aufgrund des engagierten Auftritts in Ordnung.

Brühl findet zurück ins Spiel

Zur zweiten Halbzeit nahm Trainer David Sesa einen Wechsel vor: Nenad Pejic kam für Angelo Campos ins Sturmzentrum. Der FCS startete erneut schwungvoll. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff musste der Brühler Torhüter bei einem Abschluss von Carmine Chiappetta eingreifen und verhinderte mit einer guten Parade das 0:2.

Nach knapp einer Stunde kam Brühl dann zum Ausgleich. Bahtiyari setzte sich gegen die Schaffhauser Defensive durch und bezwang auch Rutigliano. Das 1:1 gab den Gastgebern neuen Auftrieb.

Die Munotstädter liessen sich davon nicht beeindrucken und suchten weiterhin den Weg nach vorne. Pejic und Schuler vergaben gute Möglichkeiten. Besonders bitter war das Pech von Saliji, der gleich zweimal am Pfosten scheiterte. Der FCS hätte sich die erneute Führung durchaus verdient gehabt.

Kampf bis zum Schlusspfiff

Weniger erfreulich war die Verletzung von Nenad Pejic. Der Stürmer zog sich bei einer Aktion einen Bruch des grossen Zehs zu und musste durch Dimitri Volkart ersetzt werden. Die Partie blieb intensiv, wobei Brühl die Zweikämpfe teilweise sehr hart führte.

Nach etwas mehr als einer Stunde hatten beide Mannschaften nochmals grosse Chancen auf den Sieg. Das Spiel hätte jederzeit in die eine oder andere Richtung kippen können. Für die Schlussviertelstunde brachte Sesa mit Odutayo und Gegaj nochmals frische Kräfte.

Der FCS gab bis zum Schluss alles und drängte mit grossem Einsatz auf den zweiten Treffer. Doch trotz einer kämpferisch starken Schlussphase wollte der Siegtreffer nicht mehr fallen.

So blieb es beim 1:1. Nach den beiden Niederlagen war es eine klare Reaktion der Mannschaft. Und auch wenn am Ende nur ein Punkt herausschaute, zeigte der Auftritt in Brühl, dass der FCS wieder auf dem richtigen Weg ist.