Zwei Shorthander in 80 Sekunden – Kloten erlebt bitteren Abend in Lausanne

Zwei Shorthander in 80 Sekunden – Kloten erlebt bitteren Abend in Lausanne

Der EHC Kloten findet weiterhin nicht aus der Krise. Nach der deutlichen Heimniederlage gegen Ambri-Piotta verlieren die Zürcher Unterländer auch in Lausanne. Beim 2:5 wird ihnen vor allem eine eigene Überzahl zum Verhängnis: Innerhalb von nur 80 Sekunden kassiert Kloten gleich zwei Shorthander. Für das Team von Trainer Michael Liniger ist es bereits die zehnte Niederlage im 13. Saisonspiel.

Zwei Gegentore in eigener Überzahl

Es ist eine Szene, die aus Klotener Sicht kaum bitterer sein könnte. Bei Spielmitte steht Kloten in Überzahl und hat die Chance, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. Doch statt selbst zu treffen, schlägt es gleich zweimal im eigenen Tor ein.

Zunächst bringt Michael Fora Lausanne in Unterzahl in Führung. Der Verteidiger bestreitet nach seinem Wechsel aus Davos und einer überstandenen Verletzung sein erstes Spiel für die Waadtländer. Nur 80 Sekunden später folgt der nächste Schock: Leandro Profico unterläuft im Spielaufbau ein folgenschwerer Fehler, den Drake Caggiula zum 3:1 ausnutzt.

Aus dem 1:1 wird innerhalb kürzester Zeit ein Zwei-Tore-Rückstand. Goalie Reto Berra ist der Frust deutlich anzusehen. Er schlägt seinen Stock gegen die Torumrandung, während Michael Liniger mit einem Time-out reagiert.

Kloten gibt sich nicht auf

Nach diesem Doppelschlag hätte Kloten auseinanderfallen können. Ganz so weit kommt es aber nicht. Die Mannschaft versucht, zurück ins Spiel zu finden, und kommt auch zu Möglichkeiten. Zweimal steht dabei das Metall im Weg. Das nötige Glück fehlt den Zürcher Unterländern also ebenfalls.

Am Ende reicht es trotzdem nicht. Lausanne nutzt seine Chancen besser und bringt den 5:2-Sieg über die Zeit. Für Kloten bleibt die Erkenntnis, dass auch ein engagierter Auftritt wenig bringt, wenn man sich mit solchen Fehlern selbst das Leben schwer macht.

Der Druck auf Kloten wächst

Viel Zeit, um die Niederlage zu verarbeiten, bleibt nicht. Bereits am Vortag hatte Kloten zu Hause gegen Ambri-Piotta mit 0:5 verloren. Die Pleite in Lausanne ist nun der nächste Dämpfer – und die zehnte Niederlage im 13. Saisonspiel.

Damit bleibt der EHC Kloten das Schlusslicht der National League. Vor allem die fehlende Konstanz und die Fehler in entscheidenden Momenten machen dem Team zu schaffen. Klar ist: Kloten muss möglichst bald wieder punkten, wenn es den Anschluss nicht weiter verlieren will.