Nach dem überzeugenden Derbysieg gegen Wohlen II wollte der FC Villmergen in Erlinsbach nachlegen. Doch auch beim dritten Gastspiel im Osten des Kantons blieb für die Freiämter nichts zu holen. Nach den deutlichen Niederlagen gegen Suhr und Küttigen setzte es nun eine 1:5-Pleite gegen den FC Erlinsbach ab.
Früher Rückstand, wenig Reaktion
Für Villmergen begann die Partie denkbar schlecht. Bereits in der ersten Minute stieg Felipe De Oliveira Nogueira nach einem Eckball völlig unbedrängt hoch und köpfte zur Führung der Gastgeber ein.
Auch danach fanden die Gäste nur schwer ins Spiel. Villmergen liess Laufbereitschaft und Konsequenz in den Zweikämpfen vermissen und leistete sich im Spielaufbau zahlreiche Ungenauigkeiten. Erlinsbach nutzte diese Schwächen geschickt aus und setzte die Villmerger Abwehr mit langen Bällen immer wieder unter Druck.
In der 20. Minute erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Robin Rajendran verlor den Ball in der Nähe des eigenen Strafraums an Nikita Cherednyk, der anschliessend den völlig freistehenden David Isenschmid bediente. Dieser liess sich die Chance nicht entgehen.
Etwas überraschend meldete sich Villmergen nach gut einer halben Stunde zurück. Nach einer sehenswerten Kombination kam der Ball zu Robin Rajendran, der seinen vorherigen Fehler mit einem platzierten Schuss ins kurze Eck zum 1:2-Anschlusstreffer korrigierte.
Die Hoffnung auf eine Wende währte allerdings nicht lange. In der 37. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einer Intervention von Bejzat Gafuri im Strafraum auf den Punkt. Die Villmerger haderten mit dem Entscheid, da Gafuri aus ihrer Sicht klar den Ball getroffen hatte. Nikita Cherednyk blieb davon unbeeindruckt und verwandelte den Strafstoss zum 3:1-Pausenstand.
Erlinsbach lässt nichts mehr anbrennen
Villmergen kam mit dem Vorsatz aus der Kabine, die Partie nochmals zu öffnen. Doch Erlinsbach erstickte dieses Vorhaben früh im Keim. In der 49. Minute traf Cherednyk zum zweiten Mal an diesem Abend und erhöhte auf 4:1.
Auch mehrere Wechsel auf Seiten der Gäste brachten keine entscheidende Wende. Erlinsbach kontrollierte das Geschehen weiterhin und kam zu weiteren Möglichkeiten. Dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, hatte Villmergen insbesondere Torhüter Bryan Huber zu verdanken, der sich mehrfach stark auszeichnete.
In der 61. Minute war aber auch Huber machtlos: Cherednyk erzielte seinen dritten Treffer und stellte damit den 5:1-Endstand her.
