Der EHC Biel erlebt in Zürich einen Abend mit zwei Gesichtern. Nach einem katastrophalen Start liegen die Seeländer früh mit 0:3 zurück. Danach findet Biel besser ins Spiel und kämpft sich sogar auf 3:4 heran. Für die Wende reicht es allerdings nicht. Am Ende setzt sich der ZSC mit 6:3 durch.
Früher Rückstand für Biel
Der Start in Zürich geht für den EHC Biel komplett daneben. Die ZSC Lions drücken von Beginn an aufs Tempo und nutzen ihre Chancen eiskalt. Zwischen der dritten und siebten Minute landet der Puck gleich dreimal im Bieler Tor. Für Harri Säteri ist der Abend damit bereits nach wenigen Minuten beendet. Nach nur fünf Schüssen und drei Gegentreffern muss der Bieler Goalie seinen Platz räumen.
Immerhin gelingt Biel kurz darauf die erste Reaktion. Fabio Hofer trifft im Powerplay und bringt die Seeländer erstmals auf die Anzeigetafel. Doch noch vor der ersten Pause stellt Malte Strömwall den alten Abstand wieder her. Mit einem 1:4 geht Biel in die Kabine.
Biel gibt nicht auf
Im zweiten Drittel zeigt die Mannschaft dann ein ganz anderes Gesicht. Biel spielt mutiger, kommt besser in die Zweikämpfe und setzt den ZSC zunehmend unter Druck.
Der Aufwand wird belohnt: Sablatnig verkürzt auf 2:4, wenig später bringt Aaeschbach die Seeländer sogar bis auf ein Tor heran. Plötzlich ist die Partie wieder offen. Nach dem schwachen ersten Drittel ist Biel zurück im Spiel und die Hoffnung auf eine Aufholjagd lebt.
Zürcher Antwort im Schlussdrittel
Doch der ZSC lässt sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen. Rund 15 Minuten vor Schluss trifft Simon Knak zum 5:3 und verschafft den Gastgebern wieder etwas Luft. Biel versucht nochmals alles, findet aber keinen weiteren Treffer. Als die Seeländer kurz vor Schluss den Torhüter vom Eis nehmen, macht Denis Malgin mit dem Empty-Netter endgültig alles klar. 6:3 lautet das Schlussresultat.
Für den EHC Biel ist es damit ein Abend, an dem vor allem der Start schmerzt. Die Reaktion nach dem 1:4 macht zwar Mut, am Ende war die Hypothek aus den ersten Minuten aber zu gross. Gegen den offensiv starken ZSC braucht es über 60 Minuten eine bessere Leistung, wenn Biel etwas Zählbares mitnehmen will.

