Die ZSC Lions bleiben makellos. Auch nach dem vierten Saisonspiel steht beim Meister noch keine Niederlage zu Buche. Einfach machen es die Zürcher sich beim HC Ajoie allerdings nicht. Nach einer guten Startphase verlieren sie im Mitteldrittel den Faden. Erst eine deutliche Reaktion nach der Pause bringt den ZSC zurück auf die Siegerstrasse.
Gute Ausgangslage, dann verliert der ZSC den Faden
Eigentlich beginnen die Zürcher ordentlich. Sie sind präsent, spielen gradlinig und lassen Ajoie zunächst wenig Raum. Nach rund 15 Minuten fällt dann auch die Führung: Rudolfs Balcers trifft nach einem Zuspiel von Fredrik Fröden zum 1:0.
Doch danach verändert sich das Spiel. Der ZSC wird passiver, die Aktionen werden ungenauer und Ajoie kommt immer besser auf. Im zweiten Drittel haben die Zürcher zunehmend Mühe, ihr Spiel aufzuziehen. Die Gastgeber nutzen das aus und kommen durch Louis Robin zum 1:1. Plötzlich ist die Partie wieder völlig offen.
Julien findet die richtigen Worte
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach 40 Minuten dürfte Claude Julien alles andere als zufrieden gewesen sein. In der Kabine wird es entsprechend deutlich. Die Zürcher müssen wieder einen Gang hochschalten und genau das tun sie.
Im Schlussdrittel ist der ZSC wieder viel aktiver. Die Zweikämpfe werden konsequenter geführt, die Angriffe kommen mit mehr Tempo und Ajoie wird zunehmend zurückgedrängt. Dann ist es Chris Baltisberger, der die Zürcher erneut jubeln lässt. Der Zürcher trifft zum 2:1 und erzielt damit seinen ersten Treffer der Saison. Kurz darauf legt der ZSC nach: Simon Knak setzt sich stark durch und bedient Denis Malgin, der zum 3:1 einschiebt.
Ajoie gibt nicht auf
Entschieden ist die Partie damit aber noch nicht. Ajoie kommt in der 58. Minute durch Jonathan Hazen nochmals auf 2:3 heran. Die Schlussphase wird dadurch unnötig spannend. Diesmal behalten die Zürcher jedoch die Kontrolle. Nicolas Baechler sorgt mit dem Treffer ins leere Tor für die endgültige Entscheidung.
Der ZSC nimmt damit drei Punkte aus Pruntrut mit und feiert den vierten Sieg im vierten Spiel. Die weisse Weste bleibt bestehen, auch wenn sich die Zürcher diesen Sieg deutlich härter erarbeiten mussten, als es das Resultat vermuten lässt.
