5:1 im Klassiker: Die Zürcher feiern ihren zwölften Sieg in Folge. Knak trifft bei seiner Rückkehr nach Davos, im Schlussdrittel machen Strömwall und Riedi alles klar.
Die Lions bleiben auf der Erfolgswelle
Die ZSC Lions sind derzeit kaum zu bremsen. Mit einem 5:1-Auswärtssieg gegen den HC Davos bauen sie ihre Siegesserie auf zwölf Partien aus. Im Klassiker zeigen die Zürcher, dass sie auch dann einen kühlen Kopf bewahren, wenn der Gegner zwischenzeitlich mehr Druck macht. Vor dem Tor nutzen sie ihre Chancen konsequent und lassen am Ende keine Zweifel am Sieger aufkommen.
Der Erfolg sorgt auch mit Blick auf das nächste Duell für zusätzliche Spannung. Bereits am kommenden Dienstag treffen die beiden Rivalen wieder aufeinander – diesmal in der Zürcher Swiss Life Arena.
Unfreundlicher Empfang für Knak
Für Simon Knak war die Rückkehr nach Davos ein besonderer Moment. In der vergangenen Saison stand er mit dem HCD noch im Final und war bei den Fans beliebt. Als Spieler der ZSC Lions bekam er nun allerdings deutlich zu spüren, dass er die Seiten gewechselt hat. Schon bei der Vorstellung der Zürcher wurde es auf den Rängen laut.
Die Pfiffe und Schmähgesänge liessen Knak und seine Teamkollegen kalt. Die Zürcher konzentrierten sich auf das Spiel und sollten wenig später die passende Antwort geben.
Fünf Minuten zittern, dann schlägt Knak zu
In der fünften Minute stand Knak plötzlich selbst im Mittelpunkt. Nach einem harten Check gegen einen ehemaligen Teamkollegen musste die Szene von den Schiedsrichtern überprüft werden. Eine vorzeitige Dusche blieb dem Zürcher erspart, stattdessen erhielt er eine Fünfminutenstrafe.
Für die Lions bedeutete das eine heikle Phase. Davos hatte lange Zeit, um in Überzahl den ersten Treffer zu erzielen. Doch die Zürcher hielten dicht und überstanden die Unterzahl ohne Gegentor.
Kaum war Knak zurück auf dem Eis, schlug er zu. In der 15. Minute kombinierten sich die Lions sehenswert durch die Davoser Abwehr. Denis Malgin und Sven Andrighetto bereiteten den Treffer vor, Knak vollendete zum 1:0. Ausgerechnet der Rückkehrer brachte die Gäste in Führung.
Andrighetto legt nach
Die Zürcher blieben dran und legten nur zwei Minuten später nach. Andrighetto zog ab und traf präzise in den rechten oberen Winkel. Mit dem 2:0 verschafften sich die Lions eine gute Ausgangslage für den weiteren Spielverlauf.
Davos musste damit gleich zwei Rückschläge innerhalb kurzer Zeit verkraften. Die Gäste dagegen konnten mit ihrer Chancenverwertung zufrieden sein und nahmen den Zwei-Tore-Vorsprung mit in die erste Pause.
Davos macht Druck, Hrubec hält stand
Im Mitteldrittel kamen die Bündner besser ins Spiel. Davos setzte die Zürcher zunehmend unter Druck und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. Doch entweder war Torhüter Šimon Hrubec zur Stelle oder die Abschlüsse waren zu ungenau.
Als Patrick Geering für vier Minuten auf die Strafbank musste, bot sich dem HCD eine weitere Chance, die Partie wieder spannend zu machen. Doch auch diese Unterzahl überstanden die Lions ohne Gegentreffer. Mit jeder vergebenen Möglichkeit wuchs der Frust bei den Gastgebern. Die Zürcher liessen sich davon nicht anstecken und warteten geduldig auf ihre nächste Gelegenheit.
Doppelschlag im Schlussdrittel entscheidet die Partie
Im letzten Drittel machten die Lions alles klar. Zwischen der 43. und der 47. Minute trafen Strömwall und Riedi und erhöhten innerhalb weniger Minuten auf 4:0. Damit war die Vorentscheidung gefallen.
Zadina gelang später zwar noch ein Shorthander für Davos, doch an der deutlichen Niederlage änderte das nichts mehr. Vier Minuten vor Schluss setzte Kimo Gruber mit dem Treffer zum 5:1 den Schlusspunkt.
Während die Zürcher den nächsten Erfolg feiern konnten, blieb den Davosern vor allem die Enttäuschung über die verpassten Chancen. Gerade im Mitteldrittel wäre mehr möglich gewesen.
