Die Young Boys müssen sich gegen Servette mit einem 1:1 begnügen und spielen damit zum dritten Mal in Folge unentschieden. Nach einer dominanten ersten Halbzeit ohne Torerfolg gerieten die Berner nach der Pause in Rückstand, ehe Chris Bedia per Foulpenalty ausgleichen konnte. Nun folgt eine zweiwöchige Meisterschaftspause.
Dominanz ohne Ertrag
Trainer Gerry Seoane veränderte seine Startelf im Vergleich zum Spiel in Basel auf zwei Positionen: Yan Valery und Alan Virginius ersetzten Saidy Janko und den verletzten Christian Fassnacht auf der rechten Seite.
YB übernahm von Beginn an die Kontrolle und erspielte sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Virginius scheiterte nach einem starken Sololauf am Torhüter (13.), Gregory Wüthrich setzte einen Kopfball daneben (19.), Edimilson Fernandes prüfte den Keeper aus der Distanz (30.), und Armin Gigovic traf nur den Pfosten (35.). Auch Samuel Essende verpasste kurz vor der Pause die verdiente Führung. Trotz klarer Überlegenheit und ohne zugelassene Torchance ging es torlos in die Halbzeit.
Servette schlägt eiskalt zu
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Servette effizienter. In der 54. Minute konnte Marvin Keller noch einen Kopfball parieren, doch nur fünf Minuten später gingen die Gäste in Führung. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete Servette schnell um: Junior Kadile flankte präzise, und der eingewechselte Thomas Lopes verwertete zum 0:1.
Bedia trifft vom Punkt
YB reagierte und brachte frische Kräfte. Einer davon sorgte für den Ausgleich: Chris Bedia, der kurz zuvor eingewechselt worden war, wurde im Strafraum gefoult. Nach VAR-Intervention entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Bedia übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte souverän zum 1:1 in der 71. Minute – sein 16. Saisontor.
Zittern in der Schlussphase
In der Schlussphase wurde es noch einmal brenzlig, allerdings vor allem vor dem YB-Tor. Timothé Cognat traf die Latte (84.), Miroslav Stevanovic zwang Keller zu einer starken Parade (88.), und Samuel Mraz setzte einen Kopfball an den Aussenpfosten (89.). Auf der Gegenseite stand Essende im Mittelpunkt: Ein Treffer wurde wegen Abseits aberkannt (90.), ein weiterer Abschluss ging knapp am Pfosten vorbei.
Nach dem dritten Remis in Serie, zuvor spielte YB 3:3 gegen Basel und 1:1 gegen Lugano, steht nun eine zweiwöchige Pause an.
