Wil kämpft – Winterthur zeigt sich vor dem Tor eiskalt

Wil kämpft – Winterthur zeigt sich vor dem Tor eiskalt

Der FC Wil 1900 verliert das Heimspiel gegen den FC Winterthur vor 3931 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 0:3. Dabei wäre für die Wiler durchaus mehr möglich gewesen. Die Mannschaft erspielte sich mehrere gute Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Winterthur machte es besser und zeigte sich vor dem Tor äusserst effizient. Alle drei Treffer gingen auf das Konto von Antonio Marchesano.

Zwei Gegentore in der ersten Halbzeit

Der FC Wil startete engagiert in die Partie und hielt gegen den Aufstiegsaspiranten zunächst gut mit. Die Mannschaft von Marco Hämmerli zeigte sich in den Zweikämpfen präsent und versuchte, das Spiel aktiv zu gestalten. Dennoch gingen die Gäste in der 11. Minute in Führung. Antonio Marchesano nutzte die erste gefährliche Möglichkeit und traf zum 0:1.

Nur acht Minuten später schlug Winterthur erneut zu. Nach einem Eckball war Marchesano zur Stelle und erhöhte auf 0:2. Für die Wiler war das ein schwieriger Start, doch die Mannschaft gab sich nicht auf.

Die Chancen waren da

Zwischen der 25. und 35. Minute kamen die Wiler zu mehreren guten Möglichkeiten. Orges Bunjaku prüfte den Winterthurer Torhüter Spagnoli, während Okafor gleich zweimal in aussichtsreicher Position zum Abschluss kam. Der Anschlusstreffer lag durchaus in der Luft, doch im entscheidenden Moment fehlte die nötige Präzision.

Auch nach der Pause versuchte Wil, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. In der 51. Minute kam Allou nach einem Zuspiel von Diarra zum Abschluss, verfehlte das Tor aber knapp. Stattdessen fiel auf der anderen Seite die Entscheidung: In der 55. Minute traf Marchesano mit einem Distanzschuss zum 0:3 und machte seinen Hattrick perfekt.

Zu wenig Ertrag für den Aufwand

Die Wiler hatten sich ihre Chancen erarbeitet, konnten daraus aber keinen Profit schlagen. Winterthur zeigte sich dagegen deutlich konsequenter. Die Gäste trafen bei fünf Schüssen aufs Tor gleich dreimal. Wil brachte trotz vier Abschlüssen auf das gegnerische Gehäuse keinen Ball im Netz unter.

Damit zeigt sich erneut ein Problem, das den FC Wil schon länger begleitet. Die Mannschaft spielt sich gute Möglichkeiten heraus, belohnt sich dafür aber zu selten. Gerade gegen starke Gegner kann das entscheidend sein. Winterthur nutzte seine Chancen konsequent und nahm am Ende drei Punkte mit, während Wil trotz einer engagierten Leistung ohne Torerfolg blieb.

Jetzt braucht es Tore

Nach einer Phase mit nur einer Niederlage aus acht Pflichtspielen ist die Niederlage gegen Winterthur ein Rückschlag für den FC Wil. Die Mannschaft hat zuletzt jedoch gezeigt, dass sie mithalten und sich gute Chancen erarbeiten kann. Nun muss sie es schaffen, diese Möglichkeiten auch in Tore umzumünzen.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht. Bereits am kommenden Freitag, 6. November, steht das Auswärtsspiel gegen den FC Aarau auf dem Programm. Anpfiff im Brügglifeld ist um 20.15 Uhr. Dort wollen die Wiler die nächste Chance nutzen, um sich für ihren Einsatz zu belohnen und wieder Punkte zu holen.