Land unter im Thurgau: Der HCT verliert gegen einen stark dezimierten EHC Basel mit 2:5. Eine Niederlage, die aus Thurgauer Sicht besonders schmerzt, denn angesichts der Ausgangslage wäre deutlich mehr möglich gewesen.
Basel mit vielen Absenzen – HCT trotzdem in der Pflicht
Mit dem EHC Basel gastierte der aktuelle Tabellenzweite der Swiss League in der Gütti. Ein Blick auf die Absenzenliste der Basler liess allerdings vermuten, dass der HCT durchaus in der Favoritenrolle sein könnte. Neben den beiden Imports Stukel und Supinski fehlten Basel auch Huber, Schläpfer und Hamr.
Auf der anderen Seite konnte Headcoach Olsson auf das komplette Line-up zurückgreifen. Entsprechend gross war die Hoffnung, dass die Thurgauer vor heimischem Publikum endlich wieder mehrere Treffer erzielen würden.
Chancen auf beiden Seiten – Basel trifft zuerst
Die Möglichkeiten dazu waren im ersten Drittel durchaus vorhanden. Während Okabe, Derungs, Binias und Diethelm beste Chancen ungenutzt liessen, zeigte sich ein bekanntes Gesicht auf der Gegenseite eiskalt.
Nach einem Puckverlust des HCT wurde Daniels Serkins, der vor drei Jahren noch für die Young Lions im Thurgau im Einsatz stand, mustergültig lanciert. Er liess sich nicht zweimal bitten und bezwang HCT-Goalie Santo Simmchen zwischen den Schonern zum 0:1.
Damit setzte sich eine unerfreuliche Serie fort: Im zehnten Saisonspiel kassierte der HCT bereits zum zehnten Mal den ersten Gegentreffer, bevor er selbst erfolgreich war.
Basel zieht davon – 0:4 nach 30 Minuten
Nach 30 Minuten stand es bereits 0:3. Zunächst traf Jamie Schaub mit einem Ablenker nach einem Weitschuss. Kurz darauf nutzte Joel Blaser das haarsträubende Defensivverhalten der HCT-Topformation zu einer starken Einzelaktion und erhöhte weiter.
Für Santo Simmchen war der Arbeitstag damit beendet. Dabei konnte ihm bei diesem Spielstand kaum ein Vorwurf gemacht werden. Sein Ersatz Neuenschwander musste wenig später ebenfalls hinter sich greifen und kassierte das 0:4.
Die Thurgauer Coaches versuchten anschliessend mit einer Coaches Challenge, den nächsten Rückschlag abzuwenden. Der Entscheid der Schiedsrichter blieb jedoch zu Recht bestehen.
Zwei Treffer bringen kurzzeitig Hoffnung
Eigentlich schien die Partie damit bereits entschieden. Doch Dominik Binias und Kevin Etter brachten den HCT noch vor der zweiten Pause mit zwei Treffern wieder auf 2:4 heran.
Plötzlich war die Ausgangslage wieder etwas offener, und die Hoffnung auf eine Reaktion im Schlussdrittel keimte auf. Mit einem engagierten Auftritt hätte der HCT die Basler nochmals unter Druck setzen können.
Der nächste Rückschlag folgt sofort
Diese Hoffnung hielt allerdings nicht lange. Wer nach der Pause auf einen entschlossenen Auftritt der Thurgauer gehofft hatte, wurde bereits in der ersten Minute enttäuscht. Basel nutzte die defensive Unordnung der Gastgeber aus und erhöhte ohne grosse Mühe auf 5:2. Damit war die mögliche Wende vom Tisch.
