Der SC Goldau zeigt beim FC Gambarogno eine starke Startphase, lässt seine Chancen aber ungenutzt. Die Tessiner machen es besser und gewinnen die Partie mit 3:0.
Gute Chancen bleiben ungenutzt
Goldau war von Beginn an bereit und setzte die Gastgeber unter Druck. Bereits in der ersten Minute kam Noah Bachmann zu einer guten Abschlussmöglichkeit, scheiterte aber mit seinem Versuch an Torhüter Vidovic. Wenig später fehlte erneut nur wenig: Bachmann traf den Pfosten.
Die Tierpärkler hatten die Partie in der Startphase gut im Griff und hätten sich für ihren Aufwand durchaus mit einem Treffer belohnen können. Weil die Chancen ungenutzt blieben, hielt Gambarogno jedoch die Null. In der 26. Minute kamen die Tessiner erstmals gefährlich vor das Goldauer Tor. Yaris Sciarini setzte seinen Abschluss knapp über die Latte.
SCG-Trainer Christoph Müller brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «In den ersten 15 Minuten hatten wir das Spiel unter Kontrolle und müssten in Führung gehen. Das rächte sich später.»
Zwei Gegentore innert weniger Minuten
Statt der möglichen Goldauer Führung fiel kurz darauf das erste Tor für die Gastgeber. In der 28. Minute gelangte ein Freistoss aus der Spielfeldmitte bis an die Grundlinie. Facundo Episcopo spielte den Ball zur Mitte, wo David Stojanov zu viel Platz hatte und aus rund 16 Metern zum 1:0 traf. Für den SC Goldau war der Treffer besonders ärgerlich, da der Ball vor der Flanke die Grundlinie bereits klar überschritten hatte.
Die Goldauer hatten kaum Zeit, diesen Rückschlag zu verdauen, da lag der Ball bereits wieder im eigenen Tor. Torhüter Feer konnte den ersten Abschluss von Saul Muletta noch parieren. Beim Nachschuss kam Alex Maranta jedoch zu wenig unter Druck und nutzte die Gelegenheit zum 2:0 (30.).
Innerhalb von nur zwei Minuten hatte sich die Partie damit in eine ganz andere Richtung entwickelt. Während Goldau seine Möglichkeiten liegen liess, brauchte Gambarogno deutlich weniger Chancen, um zweimal zu treffen. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.
Nach der Pause fehlt die Durchschlagskraft
Nach dem Seitenwechsel wurde es für Goldau nicht einfacher. Gambarogno zog sich nicht einfach zurück, sondern verteidigte kompakt und machte die Räume eng. Die Tierpärkler fanden kaum Mittel, um die Defensive der Tessiner entscheidend in Bedrängnis zu bringen.
In der 54. Minute fiel dann das 3:0. Nach einem Angriff über die linke Seite kam David Gocic an den Ball. Mit einer feinen Ballbehandlung verschaffte er sich Platz und schloss souverän ab. Damit war die Vorentscheidung gefallen.
In der Folge liess Gambarogno wenig zu und verwaltete den Vorsprung abgeklärt. Goldau versuchte zwar, nochmals ins Spiel zu finden, kam aber kaum mehr zu gefährlichen Abschlüssen. Die Gastgeber gingen ihrerseits kein unnötiges Risiko mehr ein, weshalb weitere Tore ausblieben.
Ein bitterer Nachmittag für Goldau
So blieb der SC Goldau zum vierten Mal in dieser Saison ohne eigenen Treffer. Besonders bitter ist die Niederlage, weil die Innerschweizer in der Startphase durchaus die Möglichkeit hatten, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Die fehlende Effizienz vor dem Tor und die beiden Gegentreffer kurz hintereinander machten ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Am Ende stand eine klare 0:3-Niederlage. Für Goldau bleibt die Erkenntnis, dass ein guter Start allein nicht reicht, wenn die Chancen nicht genutzt werden. Im Tessin wurden die Fehler konsequent bestraft und die Tierpärkler mussten die Heimreise ohne Punkte antreten.
