Viel Ballbesitz
Das Spiel begann erwartet mit viel Ballbesitz für die Heimmannschaft und einem defensiv agierenden Lok Reinach, dass nach einem Ballgewinn sofort den Konter suchte. Fribourgs in der Liga gefürchtete erste Linie um die beiden Finnen Joonas Föhr und Eino Pesu reüssierte in der achten Minute ein erstes Mal in dieser Partie. Auch Lok Reinach konnte jederzeit gefährlich werden. Eine einfache, aber schöne Kombination wurde von Jonas Bürge zu seinem ersten NLB-Tor verwertet. Die Saanestädter konnten den Ballbesitz immer wieder in gefährliche Chancen ummünzten. Diese wurden bis zur 13. Minute durch den überragend aufgelegten Marcel Schaffner pariert, als Floorball Fribourg erneut in Führung ging. Aber auch die Lok wurde durch ihre wenigen Chancen gefährlich. In der letzten Minute vor der ersten Pause wurden die hochstehenden Fribourger zum zweiten Mal schnörkellos ausgespielt und Benjamin Reidy glich zum 2:2 aus.
Torloses Powerplay
Im Mitteldrittel ging der Favorit früh in Führung. Das kurz darauffolgende Powerplay für die Aargauer blieb torlos und nach einer 2+2-Minuten-Strafe gegen Andreas Frey fand sich die Lok für vier Minuten in Unterzahl wieder. Fribourg reüssierte einmal in diesen vier Minuten. Kurz nach Ablauf der Strafe spielten sie die Reinacher Defensive schwindlig und erzielten das 5:2.
Vorentscheidung
Nur 19 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels fiel mit dem 6:2 eine Art Vorentscheidung zugunsten der zu diesem Zeitpunkt überlegenen Fribourger. Auch Benjamin Reidy’s 6:3 konnte das Momentum nicht auf die Seite der Wynentaler bringen. Das 7:3 für Floorball Fribourg in der 52. Spielminute, erneut ein Powerplaytor, besiegelte den Ausgang dieser Partie. Obwohl Lok Reinach am Ende noch alles versuchte und mit einem sechsten Feldspieler agierte, fiel nur noch ein Tor nach einem Distanzschuss von Andreas Frey.
Letztes Spiel vor der Winterpause
Am Sonntag fand bereits das letzte Spiel vor der Weltmeisterschaftspause statt. Zu Gast in der Pfrundmatt war das sechstplatzierte Ticino Unihockey. Ein Blick auf die Statistik verspricht Spektakel: In den letzten vier Begegnungen dieser beiden Mannschaften fielen insgesamt 71 Tore.
Besserer Start
Lok Reinach erwischte den besseren Start in diese Partie. Die Aargauer erspielten sich von Beginn an Chancen, doch der erste Treffer fiel erst in der elften Minute durch Captain Tomas Vojtisek. Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Torhüter mehrfach mit starken Paraden auszeichneten. Bis zur ersten Pause gab es, trotz vielversprechendem Powerplay für die Lok, keinen Torerfolg mehr.
Schaffner zeigte sein können
Im zweiten Drittel durfte der Reinacher Torhüter Marcel Schaffner sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Ticino Unihockey hatte mehrere gefährliche Abschlüsse, die er allesamt parierte. Hinzu kamen zwei Penaltys für die Tessiner: Einer nach einem regelwidrig verhinderten Konter und ein weiterer nach einem geblockten Schuss im Reinacher Torraum. Beide wurden von Marcel Schaffner souverän abgewehrt. Kurz danach musste ein erstes Mal ein Reinacher auf der Strafbank platzt nehmen. Erfolgreich war jedoch nicht die Mannschaft in Überzahl, sondern Lok Reinach, das durch Jesse Arola, wunderschön von Adrian Keusch assistiert, einen Shorthander erzielte. Das Momentum lag nun auf der Seite der Reinacher. Nach einem vom Gegner abgelenkten Ball erhöhte Dimitri Lüscher eiskalt auf 3:0. Mit einem Powerplaytor von Rasul El Khatib baute die Lok ihre Führung vor der zweiten Pause sogar auf 4:0 aus.
Ticino Unihockey benötigte bis zur 48. Minute, um Schaffner ein erstes Mal zu bezwingen. Zwei Minuten später folgte gleich das 4:2. In der Reinacher Hintermannschaft kam durch den Tessiner Doppelschlag jedoch keine Verunsicherung auf. Ganz im Gegenteil: Die Lok tauchte in der Folge mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Das 5:2 fiel schliesslich durch einen Schuss aus der zweiten Reihe von Andreas Frey. Adrian Keusch’s Empty-Netter in der 55. Minute stellte die Weichen in Richtung Sieg für Lok Reinach. Obwohl Ticino Unihockey anschliessend mit einem sechsten Feldspieler alles in die Waagschale warf, wurde es vor dem Reinacher Tor kaum mehr brenzlig. Die restliche Spielzeit verstrich ohne nennenswerte Ereignisse.
Nicht vom Fleck
Lok Reinach kam trotz den drei wichtigen Punkten in der Tabelle nicht vom Fleck, weil auch die Tabellennachbaren punkteten. Das nächste und sogleich letzte Spiel in diesem Kalenderjahr findet kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember um 19:00 Uhr, in der Reinacher Pfrundmatthalle statt.
Floorball Fribourg - UHC Lok Reinach 7:4 (2:2, 3:0, 2:2)
Ste. Croix, Fribourg. 312 Zuschauer. SR Fernandes/Pozzi.
Tore: 8. E. Pesu (S. Pilloud) 1:0. 9. J. Bürge (P. Richner) 1:1. 13. A. Fasel (J. Föhr) 2:1. 20. B. Reidy (T. Vojtisek) 2:2. 21. A. Fasel 3:2. 33. E. Pesu (S. Pilloud) 4:2. 36. S. Pilloud (E. Pesu) 5:2. 41. J. Föhr (M. Dietrich) 6:2. 44. B. Reidy (A. Frey) 6:3. 52. E. Pesu (J. Föhr) 7:3. 58. A. Frey 7:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Floorball Fribourg. 3mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach.
UHC Lok Reinach - Ticino Unihockey 6:2 (1:0, 3:0, 2:2)
Pfrundmatt, Reinach AG. 142 Zuschauer. SR Kuhn/Wanzenried.
Tore: 11. T. Vojtisek (A. Frey) 1:0. 32. J. Arola (A. Keusch) 2:0. 37. D. Lüscher (T. Vojtisek) 3:0. 39. R. El Khatib (J. Arola) 4:0. 48. A. Tomatis (J. Surakka) 4:1. 50. D. Monighetti 4:2. 53. A. Frey (T. Vojtisek) 5:2. 55. A. Keusch 6:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach. 3mal 2 Minuten gegen Ticino Unihockey.