Der SC Cham verliert die Promotion-League-Partie gegen YF Juventus mit 0:2. Trotz grossem Einsatz und mehreren guten Chancen gelingt es den Chamer nicht, die Partie zu drehen. Die sieben fehlenden Stammspieler machen sich bemerkbar.
Viele Ausfälle, schwieriger Start
Nach der Partie fand Chams Cheftrainer Pascal Nussbaumer klare Worte: «Wenn man die Zweikämpfe nicht gewinnt, ist es schwierig, das Spiel für sich zu entscheiden. Wir müssen dieses Spiel abhaken und nach vorne schauen.»
Seiner Mannschaft fehlten aufgrund von Verletzungen, Sperren und privaten Gründen gleich mehrere wichtige Spieler. Unter anderem mussten die bewährten Innenverteidiger Mario Bühler und Fabio Niederhauser passen. Auch Nando Zimmermann, Noah Flühmann, André Ribeiro, Eric Tia und Florian Kamberi standen nicht zur Verfügung. Nussbaumer wollte die personelle Situation jedoch nicht als Ausrede gelten lassen.
Neue Spieler rücken in den Fokus
Die vielen Absenzen boten anderen Akteuren die Möglichkeit, sich zu zeigen. Einer von ihnen war der junge Innenverteidiger Nikolai Andersen. Er hatte seine Position noch nicht ganz gefunden, als Saliou Leon Sane YF Juventus bereits in der 4. Minute in Führung brachte. Nach einer hohen Hereingabe traf er per wuchtigem Kopfball zum 1:0.
Andersen allein für das Gegentor verantwortlich zu machen, wäre allerdings nicht gerecht. Entscheidend war vielmehr, dass der Zweikampf an der Eckballfahne nicht gewonnen wurde. In der Folge zeigte Andersen eine solide Leistung und blieb bis zum Schlusspfiff ohne nennenswerte Fehler.
Cham kommt zu Chancen
Die Chamer versuchten, den frühen Rückstand möglichst schnell auszugleichen. Sie kämpften engagiert, hatten gegen die körperlich robusten Zürcher aber einen schweren Stand. Die Partie war intensiv und teilweise hektisch. Chancen entstanden auf beiden Seiten – teils schön herausgespielt, teils eher zufällig.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Cham gleich zu mehreren guten Möglichkeiten. In der 32. Minute konnte der Zürcher Torhüter einen hohen Ball nicht sicher kontrollieren. Vier Minuten später herrschte bei einer unübersichtlichen Situation beinahe auf der Torlinie grosse Gefahr. In der 39. Minute verfehlte Laurin Vögele das Tor nach einer starken Einzelleistung nur knapp.
Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Matteo Pasquarelli in der 55. Minute. Doch auch diese Chance blieb ungenutzt.
Das 2:0 bringt die Entscheidung
In der 60. Minute erhöhte Julio Teixeira auf 2:0. Damit wurde die Aufgabe für Cham noch schwieriger. Trotz weiterem Einsatz gelang es den Gästen nicht mehr, die Partie zu drehen.
Präsident Rolf Tresch brachte das Problem nach dem Spiel auf den Punkt: «Uns fehlte im Abschluss die Kaltblütigkeit. Wir hatten, wie auch YF Juventus, ein paar Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt.»
Lichtblicke trotz Niederlage
Immerhin konnten die Langzeitverletzten Nino Lang und Marin Wiskemann jeweils rund eine halbe Stunde zum Einsatz kommen. Zudem gelang Sportchef Marcel Werder kurz vor Transferschluss noch eine Verstärkung: Mittelfeldspieler Noé Boum wechselte leihweise von Rapperswil-Jona zum SC Cham.

