Trotz grossem Einsatz – Thun unterliegt GC in Unterzahlt

Trotz grossem Einsatz – Thun unterliegt GC in Unterzahlt

Der FC Thun zeigt im Heimspiel gegen den Grasshopper Club Zürich über weite Strecken eine engagierte Leistung, steht am Ende aber mit leeren Händen da. Nach dem frühen Rückstand und einem Platzverweis kurz vor der Pause kämpfen die Thuner in Unterzahl weiter. Zum verdienten Ausgleich reicht es beim 0:1 jedoch nicht.

Thun startet druckvoll

Die Thuner sind von Beginn an präsent und übernehmen früh die Initiative. Bereits in der ersten gefährlichen Szene setzt sich Dursun nach einem langen Abstoss stark durch und legt für Labeau auf. Der Thuner Angreifer kommt zum Abschluss, verfehlt das Tor aber knapp.

Auch danach bleibt Thun die aktivere Mannschaft. GC findet nur selten den Weg in die Nähe des Thuner Strafraums und wird vor allem bei Standardsituationen gefährlich. In der 15. Minute sorgt eine schnelle Kombination über die rechte Seite für Unruhe. Die Hereingabe wird noch abgefälscht und landet bei Fabio Saiz, der den Ball nur knapp verpasst.

GC schlägt aus dem Nichts zu

Umso ärgerlicher ist der Rückstand in der 23. Minute. Krasniqi setzt sich auf der linken Seite durch und bringt den Ball in die Mitte. Über Umwege landet dieser bei Guibelalde, der aus rund 17 Metern abzieht.

Steffen kann den Schuss zunächst parieren, den Abpraller aber nicht festhalten. Bengondo reagiert am schnellsten und schiebt zum 1:0 für die Gäste ein. Die Thuner müssen damit einem Rückstand hinterherlaufen, obwohl sie bis dahin die spielbestimmende Mannschaft gewesen sind.

An ihrem Auftritt ändert sich zunächst wenig. Thun bleibt bemüht, sucht den Weg nach vorne und kommt immer wieder in aussichtsreiche Positionen. Im entscheidenden Moment fehlt jedoch die letzte Präzision.

Bürkis Platzverweis als zusätzlicher Rückschlag

Kurz vor der Pause folgt der nächste Rückschlag. Nach einem Luftduell wird Marco Bürki in der 38. Minute des Feldes verwiesen. Für die Thuner bedeutet dies, die zweite Halbzeit mit einem Mann weniger in Angriff nehmen zu müssen.

Die Mannschaft braucht kurz, um sich neu zu sortieren. Mit dem 0:1-Rückstand und in Unterzahl geht es schliesslich in die Pause.

Mutiger Auftritt trotz Unterzahl

Wer nach dem Seitenwechsel einen zurückhaltenden FC Thun erwartet, wird zunächst eines Besseren belehrt. Die Gastgeber kommen engagiert aus der Kabine und suchen weiterhin ihre Chancen.

In der 47. Minute wird eine abgefälschte Flanke von Fehr beinahe zur perfekten Vorlage für Labeau. Dieser zieht direkt ab, setzt den Ball aber knapp am linken Pfosten vorbei. Wenig später kommt Fehr nach einer Flanke selbst zum Kopfball, verfehlt das Tor jedoch. Auch Bamert sorgt nach einem Eckball mit einem Volley für Gefahr, sein Versuch fliegt allerdings über die Latte.

Die Thuner investieren viel, obwohl die Kräfte mit zunehmender Spieldauer schwinden. Sie verteidigen aufmerksam, kämpfen um jeden Ball und versuchen, mit schnellen Angriffen Nadelstiche zu setzen. GC macht es den Gastgebern jedoch schwer und verteidigt die knappe Führung konzentriert.

Der Ausgleich bleibt aus

Am Ende fehlt dem FC Thun trotz grossem Einsatz das entscheidende Tor. Die Grasshoppers nehmen einen knappen 1:0-Sieg mit nach Zürich, während die Thuner für ihren engagierten Auftritt nicht belohnt werden.