Der TV Möhlin hat die nächste Runde im Mobiliar Handball Cup erreicht. Gegen die HSG Ehrendingen Celtics setzte sich das Team von Trainer Zoltan Majeri am Freitagabend mit 36:32 durch. Einfach war der Sieg allerdings nicht. Lange hielt der Erstligist gut mit, ehe Möhlin in den Schlussminuten alles klarmachte.
Wenig Zeit und mehrere Ausfälle
Viel Zeit zur Vorbereitung blieb Möhlin nach dem Auswärtssieg gegen Yellow/Pfadi am Sonntag nicht. Dazu kamen mehrere angeschlagene und verletzte Spieler, weshalb Trainer Majeri sein Team umstellen musste. So waren auch die jungen Raoul Metzger, Nils Wunderlin, Fynn Soder und Fabio Herzog besonders gefordert.
Die Nachwuchsspieler machten ihre Sache gut und zeigten, dass sie auch in schwierigen Situationen Verantwortung übernehmen können.
Ehrendingen macht es Möhlin schwer
Die Gastgeber starteten besser in die Partie und gingen früh mit 4:2 in Führung. Möhlin fand danach ins Spiel und schaffte den Ausgleich zum 4:4. Mit einem 3:0-Lauf konnten sich die Fricktaler zwischenzeitlich etwas absetzen. Doch Ehrendingen liess sich nicht abschütteln und nutzte die Fehler der Gäste, um wieder heranzukommen.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit blieb die Partie entsprechend eng. Dank wichtiger Treffer von Jan Lüthy, Nerdin Vunic und Ben Romdhane nahm Möhlin immerhin eine 19:17-Führung mit in die Kabine.
Verletzungen erschweren die Aufgabe
Auch nach der Pause blieb das Spiel umkämpft. Möhlin musste mit Ardin Berisha, der wegen einer Platzwunde oberhalb des Auges ausfiel, einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Später verletzte sich auch Linus Fässler am Fuss.
Fynn Soder übernahm daraufhin unter anderem die Spielmacherrolle. Doch Ehrendingen blieb gefährlich und liess sich nicht abschütteln. In der 52. Minute glichen die Gastgeber durch Cedric Thomann zum 29:29 aus. Kurz darauf musste Möhlin nach der dritten Zeitstrafe auch auf Abwehrchef Mitch Giezeman verzichten.
Vunic und die Jungen sorgen für die Entscheidung
In der entscheidenden Phase zeigte Möhlin die nötige Ruhe. Fabio Herzog, Jahrgang 2007, setzte sich mutig durch und brachte sein Team weiter. Auch Nerdin Vunic traf in einem wichtigen Moment und sorgte dafür, dass Möhlin wieder mit zwei Toren vorne lag. Für seine Leistung wurde er verdient als Best Player ausgezeichnet.
Auch Torhüter Robin Santeler war zur Stelle und hielt mit einer wichtigen Parade dagegen. Trotzdem blieb Ehrendingen bis kurz vor Schluss in Reichweite. Erst in der letzten Spielminute gelang es Möhlin, den Vorsprung mit einem starken Endspurt auszubauen.
Der Favorit erfüllt die Pflicht
Am Ende stand ein 36:32-Sieg auf der Anzeigetafel und der Einzug in den Cup-Achtelfinal war geschafft. Der TV Möhlin wurde seiner Favoritenrolle gerecht, musste dafür aber hart arbeiten.
Vor allem die vielen Ausfälle machten die Aufgabe schwieriger als erwartet. Umso wichtiger war es, dass auch die jungen Spieler Verantwortung übernahmen und dem Team in entscheidenden Momenten halfen.
