Die Glarner zeigen im Buchholz viel Einsatz, müssen sich Chur 97 aber mit 2:3 geschlagen geben. Nach weiteren Siegen der Konkurrenz wird die Lage im Abstiegskampf immer schwieriger.
Kalt erwischt und trotzdem zurückgekämpft
Der FC Glarus muss im Kantonshauptortderby gegen Chur 97 eine bittere Niederlage einstecken. Vor heimischem Publikum im Buchholz verlieren die Glarner am Samstag mit 2:3. Dabei zeigte die Mannschaft über weite Strecken eine kämpferische Leistung, konnte sich dafür am Ende aber nicht belohnen.
Der Start in die Partie verlief alles andere als nach Wunsch. Kaum war das Spiel angepfiffen, lag Glarus bereits mit 0:1 zurück. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite kam Lorenzo Cazzato zum Abschluss. Torhüter Elmer konnte den ersten Versuch noch abwehren, beim Nachschuss war er jedoch machtlos.
Die frühe Führung brachte die Glarner zunächst aus dem Konzept. Mit der Zeit fand das Heimteam aber besser ins Spiel und stand defensiv sicherer. In der 25. Minute wurden die Bemühungen belohnt: Nach einem Eckball landete der Ball am zweiten Pfosten bei Thomas Heinzer, der zum 1:1 einschob.
Doch der Ausgleich hielt nicht lange. Nur fünf Minuten später kam Chur über die linke Seite nach vorne. Herter zog in die Mitte und traf mit einem starken Abschluss zur erneuten Führung der Gäste. Glarus versuchte noch vor der Pause zu reagieren, fand aber keinen weiteren Treffer.
Chur legt nach der Pause nach
Nach dem Seitenwechsel wollten die Glarner den Rückstand möglichst schnell wettmachen. Doch statt des erhofften Ausgleichs folgte in der 48. Minute der nächste Rückschlag. Auf der linken Abwehrseite kam Glarus nicht rechtzeitig in die Zweikämpfe, sodass Herter im Strafraum zu viel Platz hatte und zum 1:3 einschieben konnte.
Damit wurde die Aufgabe für das Heimteam deutlich schwieriger. Glarus versuchte zwar, mit schnellen Angriffen wieder Druck aufzubauen, tat sich gegen die kompakt stehenden Churer aber schwer. Die Gäste verteidigten konsequent und machten es den Glarnern nicht leicht, zu klaren Torchancen zu kommen.
Trotzdem gab sich Glarus nicht geschlagen und kämpfte bis in die Schlussphase weiter.
Jenny bringt nochmals Hoffnung zurück
In der 85. Minute wurde es nochmals spannend. Nach einem Handspiel zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Miro Jenny übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:3.
Der Anschlusstreffer gab den Glarnern nochmals Hoffnung. Für eine längere Schlussoffensive blieb allerdings kaum Zeit. Chur brachte den knappen Vorsprung über die letzten Minuten und nahm die drei Punkte mit nach Hause.
Im Abstiegskampf zählt jeder Punkt
Die Niederlage schmerzt den FC Glarus nicht nur wegen des verlorenen Derbys. Auch die Resultate der Konkurrenz machen die Situation schwieriger. Weil Rapperswil-Jona und Eschenbach ihre Spiele gewinnen konnten, geraten die Glarner im Kampf um den Ligaerhalt zunehmend unter Druck.
Die Mannschaft hat im Derby zwar Moral bewiesen und sich auch nach dem dritten Gegentreffer nicht aufgegeben. Am Ende waren es aber die Churer, die ihre Chancen besser nutzten und damit den Unterschied machten.
Für Glarus gilt es nun, den Kopf nicht hängen zu lassen und aus den Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der Einsatz stimmt, doch um im Abstiegskampf bestehen zu können, müssen die Glarner ihre Chancen konsequenter verwerten und in der Defensive stabiler auftreten. Nur so lässt sich der Kampfgeist künftig auch in wichtige Punkte ummünzen.
