Der FC Hergiswil und die FC Kickers Luzern trennen sich auf dem neuen Kunstrasen in Tribschen mit einem torlosen Unentschieden. Nach dem starken Auftakt in der Vorwoche hatten sich die Hergiswiler allerdings deutlich mehr erhofft. Am Ende war das 0:0 zwar ein gerechtes Resultat, wirklich begeistern konnte die Partie aber über weite Strecken nicht.
Viel Kampf, wenig Spielfluss
Die Partie begann ausgeglichen, entwickelte sich aber schnell zu einer zähen Angelegenheit. Beide Mannschaften hatten Mühe, ihr Spiel aufzuziehen, und leisteten sich immer wieder einfache Fehlpässe. Viel Spielfluss kam deshalb nicht auf.
Vor allem Hergiswil erwischte keinen guten Start. Im Spiel nach vorne fehlte die Bewegung, dazu kamen zu viele unnötige Ballverluste. Die Kickers konnten dadurch mehr Druck aufbauen und kamen in der ersten Halbzeit auch zu den besseren Chancen.
Die Hergiswiler Defensive hatte allerdings vieles im Griff. Oliver Injic und Thierry Wyss standen in der Innenverteidigung aufmerksam und liessen den schnellen Luzerner Angreifern nur wenig Platz.
Hergiswil kommt besser aus der Pause
Zur zweiten Halbzeit brachte FCH-Trainer Bryan Würsch Jonathan Tambwe für Gabriel Teixeira. Ganz plötzlich wurde das Spiel dadurch zwar nicht besser, Hergiswil wirkte aber etwas aktiver.
Die Kickers suchten zunächst weiterhin den Führungstreffer. Hergiswil überstand diese Phase jedoch und kam danach selbst besser ins Spiel.
Eine schöne Kombination über Marco Schuler und Jonathan Tambwe führte zu Ian Horat. Sein Abschluss wurde geblockt, der Ball landete bei Jordan Burri. Dieser traf den Ball aus rund 17 Metern allerdings nicht richtig und vergab damit eine gute Möglichkeit.
Auch hinten blieb Gian Bühlmann aufmerksam. Bei einem schnellen Konter kam er rechtzeitig aus seinem Tor und schnappte sich den Ball mit einem Hechtsprung knapp vor dem heranstürmenden Kelian Biyevanga.
Viel Einsatz, aber wenig Gefahr
Mit Karim Ahmed für Ian Horat folgte der nächste Wechsel. Ahmed brachte mit seiner ersten Aktion gleich etwas Energie ins Spiel und eroberte einen Ball stark zurück. Der anschliessende Freistoss von Jonathan Tambwe flog allerdings deutlich über das Tor.
Danach plätscherte die Partie wieder etwas dahin. Beide Teams kämpften zwar, doch spielerisch blieb vieles Stückwerk. Fehlpässe, verlorene Dribblings und einige harte Zweikämpfe prägten das Geschehen.
Hergiswil hatte mittlerweile mehr Ballbesitz, konnte daraus aber zu wenig machen. Die ganz grosse Torchance wollte einfach nicht entstehen.
Hergiswil drückt – Luzern hält dagegen
In der Schlussviertelstunde zogen sich die Kickers immer weiter zurück und machten die Räume eng. Teilweise verteidigten fast alle Luzerner tief in der eigenen Hälfte.
Hergiswil versuchte nochmals alles, kam zu mehreren Eckbällen und Standards, fand aber kein Rezept gegen das kompakte Abwehrbollwerk. Die wenigen Abschlüsse waren meist zu ungenau oder gingen am Tor vorbei.
Damit blieb es bis zum Schluss beim 0:0.
