Starker Start, bitteres Ende – SC Bern verliert in Freiburg

Starker Start, bitteres Ende – SC Bern verliert in Freiburg

Der SC Bern startet stark, muss sich Fribourg-Gottéron am Ende aber mit 2:5 geschlagen geben. Trotz viel Einsatz im Schlussdrittel reicht es nicht mehr für die Wende.

Blitzstart durch Dionicio

Viel besser hätte der Abend für den SC Bern kaum beginnen können. Gerade einmal zwölf Sekunden waren gespielt, als Rodwin Dionicio den SCB bereits in Führung brachte. Der Verteidiger zog von der Mittellinie los, setzte sich durch und versenkte den Puck im hohen Eck. Für Dionicio war es das erste Tor im SCB-Dress.

Die Freude über den perfekten Start war allerdings schnell vorbei. Im ersten Powerplay der Freiburger traf Christoph Bertschy zunächst nur den Pfosten. Von dort sprang die Scheibe an den Schoner von Christof Von Burg und anschliessend ins Tor.

Danach entwickelte sich ein intensives Derby mit Chancen auf beiden Seiten. Von Burg bekam dabei einiges zu tun und verhinderte mit mehreren starken Paraden einen weiteren Freiburger Treffer.

Gottéron dreht die Partie

Kurz vor der ersten Pause war aber auch der Berner Goalie machtlos. Bertschy behauptete sich hinter dem Tor und fand mit einem Backhand-Pass Jacobe de la Rose. Dieser traf aus dem Slot zum 2:1.

Bern blieb dran und wollte im zweiten Drittel möglichst schnell den Ausgleich. Stattdessen kassierte der SCB einen weiteren Gegentreffer. Während eines Berner Powerplays ging hinter dem eigenen Tor die Scheibe verloren. Freiburg schaltete sofort um und Bertschy erhöhte in Unterzahl auf 3:1.

Dionicio hält Bern im Spiel

Der SCB zeigte darauf eine gute Reaktion. In der 30. Minute bekam Dionicio an der blauen Linie etwas Platz und nutzte diesen eiskalt. Sein harter Distanzschuss schlug zum 2:3 ein. Damit war Bern wieder zurück im Spiel.

In der Folge wurde die Partie zunehmend hektischer. Mehrere Strafen brachten die Freiburger immer wieder ins Powerplay. Eine dieser Möglichkeiten nutzte Gottéron kurz vor der zweiten Pause zum 4:2.

Bern versucht noch einmal alles

Im Schlussdrittel warf der SCB alles nach vorne. Die Berner machten Druck, setzten sich immer wieder im Freiburger Drittel fest und suchten den erneuten Anschlusstreffer.

Die besten Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt. Dario Rohrbach versuchte es aus der Distanz, Ian Mitchell traf mit seinem Schuss von der blauen Linie nur den Aussenpfosten. Auch im Powerplay fand Bern keinen Weg durch die Freiburger Defensive.

Auf der anderen Seite hielt Von Burg seine Mannschaft weiter im Spiel. Gegen Marcus Sörensen und Benoît Jecker blieb er jeweils Sieger, als beide alleine vor ihm auftauchten.

Leeres Tor besiegelt die Niederlage

Kurz vor Schluss ging Bern volles Risiko und nahm Von Burg vom Eis. Der Ausgleich blieb aber aus. Nach einem Scheibenverlust in der Offensive konnte Freiburg kontern. Sörensen bediente Schmid, der in der 59. Minute zum 5:2 ins leere Tor traf. Damit war die Partie entschieden. Der SCB kämpfte bis zum Schluss, liess aber zu viele Chancen liegen und musste sich einem effizienten Gottéron geschlagen geben.

Am Freitag geht es weiter

Für Von Burg war es erst der zweite Einsatz in der National League. Wie schon bei seinem Debüt in Kloten zeigte er auch in Freiburg mehrere starke Paraden. Nach fünf Spielen steht der SCB bei sieben Punkten. Viel Zeit zum Ärgern bleibt den Bernern nicht: Bereits am Freitag wartet die nächste Aufgabe. Um 19.45 Uhr empfängt der SCB Genève-Servette in der PostFinance Arena.