Der TV Möhlin hat im Cup-Achtelfinal gegen GC Amicitia eine gute Leistung gezeigt, musste sich am Ende aber mit 29:39 geschlagen geben. Vor über 300 Zuschauern im Steinli hielten die Fricktaler in der ersten Halbzeit gut mit und gingen nur mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste aus Zürich jedoch zunehmend die Kontrolle und konnten sich deutlich absetzen.
Möhlin macht es dem Favoriten schwer
Die Zuschauer im Steinli bekamen am Freitagabend eine unterhaltsame und torreiche Partie zu sehen. Möhlin startete gut ins Spiel, nutzte die Fehler der Gäste und ging früh in Führung. Nach sieben Minuten stand es 5:3 für das Heimteam.
GC Amicitia fand danach besser ins Spiel und konnte den Rückstand schnell ausgleichen. Ab der 12. Minute lagen die Zürcher erstmals vorne. Möhlin liess sich davon aber nicht beeindrucken und blieb weiterhin dran. Vor allem Jan Lüthy und Ardin Berisha sorgten immer wieder für gefährliche Aktionen im Angriff. Auch Torhüter Robin Santeler konnte sich mit einigen Paraden auszeichnen.
Selbst die direkte Rote Karte gegen Topscorer Nico Petrig in der 25. Minute brachte Möhlin nicht aus dem Rhythmus. Die Fricktaler kämpften weiter und machten es dem Favoriten weiterhin schwer. Jan Waldmeier sorgte kurz vor der Pause für den Treffer zum 18:21-Halbzeitstand.
GC übernimmt nach der Pause das Kommando
Nach dem Seitenwechsel blieb Möhlin zunächst noch in Reichweite. Mit der Zeit zeigte sich aber, weshalb GC Amicitia eine Liga höher spielt. Die Gäste nutzten ihre körperlichen Vorteile, kamen immer wieder zu guten Abschlüssen und stellten die Möhliner Abwehr vor grosse Probleme.
Auf der anderen Seite fehlten Möhlin zunehmend die Lösungen im Angriff. Zu oft war Endstation bei der gegnerischen Defensive oder bei Torhüter Tim Müller, der mehrere Würfe entschärfte. So wuchs der Rückstand kontinuierlich an. Beim Stand von 21:30 in der 45. Minute nahm Trainer Zoltan Majeri eine Auszeit.
In der Schlussphase kamen auch die jüngeren Spieler des TV Möhlin zum Einsatz. Raoul Metzger traf in der 52. Minute zum 25:34, Fynn Soder setzte kurz vor Schluss mit dem letzten Treffer der Partie den Schlusspunkt zum 29:39. Auch GC Amicitia musste noch einen Platzverweis hinnehmen: Kimi Hintermann sah in der 52. Minute seine zweite Rote Karte.
Ein Cup-Abend mit viel Einsatz und einer tollen Kulisse
GC Amicitia wurde seiner Favoritenrolle letztlich gerecht und sicherte sich mit einem verdienten 39:29-Sieg den Einzug in den Cup-Viertelfinal.
Für den TV Möhlin bleibt trotz des Ausscheidens eine gute Leistung in Erinnerung. Besonders in der ersten Halbzeit zeigte das Team, dass es auch gegen einen Gegner aus der QHL mithalten kann. Unterstützt vom Publikum im Steinli kämpften die Fricktaler bis zum Schluss und sorgten für einige sehenswerte Aktionen.
Zum Best Player des TV Möhlin wurde Jan Waldmeier gewählt. Der Flügelspieler überzeugte mit fünf Treffern aus sechs Versuchen und durfte seine Auszeichnung von Andi Beck entgegennehmen. Bei GC Amicitia ging das Präsent an Torhüter Tim Müller, der mit seinen Paraden einen wichtigen Anteil am Erfolg der Zürcher hatte.
