Der SC Bern muss sich im zweiten Tatzenderby innert drei Tagen geschlagen geben. Trotz vieler Chancen und längeren Druckphasen verlieren die Berner gegen die SCL Tigers mit 1:3. Ein spätes Tor von Rodwin Dionicio brachte nochmals Spannung in die Partie, für eine Wende reichte es aber nicht.
Bern macht Druck
Mit vier Siegen in Folge und dem 3:1-Erfolg vom Samstag im Rücken ging der SCB mit viel Selbstvertrauen ins Derby. Die Berner übernahmen von Beginn an die Initiative und suchten immer wieder den Weg vors gegnerische Tor. Langnau verteidigte jedoch kompakt und machte es dem Heimteam schwer, zu klaren Abschlüssen zu kommen.
Auch die Tigers kamen zu ihren Möglichkeiten, doch die Torhüter hielten zunächst dicht. Eine Strafe gegen Samuel Kreis überstand Bern ohne Gegentreffer. Nach dem ersten Drittel stand es deshalb 0:0.
Pfosten statt Führung
Im Mitteldrittel war der SCB dem Führungstreffer nahe. Die Berner setzten Langnau unter Druck und kamen auch im Powerplay zu guten Chancen. Merelä traf allerdings nur den Pfosten, und bei weiteren Abschlüssen war Tigers-Goalie Boltshauser zur Stelle.
Umso bitterer kam der Gegentreffer kurz vor der zweiten Pause. Nach einer Strafe gegen Lindholm nutzte Langnau die Überzahl aus. Bachofner traf nach Vorarbeit von Flavio Schmutz zum 0:1 – obwohl die Gäste bis dahin nur selten gefährlich geworden waren.
Die Zeit läuft davon
Der SCB gab sich auch im Schlussdrittel nicht auf und suchte weiter den Ausgleich. Bemström verpasste aus kurzer Distanz, wenig später scheiterte auch Merelä an Boltshauser. Doch statt des erhofften 1:1 fiel auf der anderen Seite das nächste Tor: Eggenberger lenkte ein Zuspiel von Julian Schmutz zum 0:2 ins Netz.
Die Aufgabe wurde damit immer schwieriger. Trainer Serge Aubin nahm sein Timeout und ersetzte Goalie Christof Von Burg durch einen zusätzlichen Feldspieler. Der Entscheid zahlte sich zunächst aus: Rodwin Dionicio traf nach einem Pass von Abols mit einem satten Direktschuss zum 1:2. Auch nach einer Videoüberprüfung blieb das Tor bestehen.
Hoffnung bis zum Schluss – aber ohne Happy End
Plötzlich war wieder alles möglich. Die Berner drückten auf den Ausgleich, und in der Halle keimte nochmals Hoffnung auf. Doch im letzten Anlauf ging die Scheibe verloren. Björninen nutzte die Gelegenheit und traf ins leere Tor zum 1:3.
Damit war das Derby entschieden. Der SCB hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und kam zu zahlreichen Chancen, konnte daraus aber zu wenig machen. Langnau zeigte sich vor dem Tor effizienter und nahm die drei Punkte mit. Für Bern endet damit die Serie von vier Siegen in Folge.
