Nach dem Unentschieden gegen den FC Würenlingen wollte der FC Villmergen in Niederlenz den nächsten Schritt machen. Im direkten Duell mit einem Tabellennachbarn bot sich den Freiämtern eine wichtige Gelegenheit, im Abstiegskampf Boden gutzumachen. Doch davon war auf dem Platz wenig zu sehen. Villmergen fand nie richtig ins Spiel und musste sich am Ende deutlich mit 0:4 geschlagen geben.
Niederlenz nutzt Villmergens Schwächen aus
Die Villmerger taten sich von Beginn an schwer. Niederlenz setzte die Gäste früh unter Druck und machte ihnen mit einem aggressiven Pressing das Leben schwer. Auch mit den Platzverhältnissen hatten die Freiämter ihre Mühe. Nach einer schwierigen Anfangsphase fanden sie zwar etwas besser ins Spiel, konnten daraus aber kaum Kapital schlagen.
Nach rund 15 Minuten bot sich Luis Hediger die grosse Chance zur Führung. Er wurde in die Tiefe geschickt und lief allein auf den Niederlenzer Torhüter Tomislav Knezevic zu. Sein Abschluss ging jedoch knapp am Tor vorbei. Es sollte eine der wenigen guten Möglichkeiten für Villmergen bleiben.
Nur zwei Minuten später schlug Niederlenz zu. Besart Vrella zog von der Seite in die Mitte und traf mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 1:0. Die Gastgeber blieben am Drücker und legten wenig später nach. Miqueas Callo setzte sich stark durch und konnte im Strafraum nur noch regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Vrella sicher zum 2:0.
Villmergen fand weiterhin keine Antwort. In der 32. Minute profitierte Callo von einem Fehler in der Defensive und erhöhte auf 3:0. Damit war die Ausgangslage für die Gäste bereits vor der Pause äusserst schwierig.
Auch nach der Pause fehlt die Durchschlagskraft
Nach dem Seitenwechsel wollten die Villmerger ein anderes Gesicht zeigen. Sie kamen etwas besser aus der Kabine und suchten vermehrt den Weg nach vorne. Zu einigen Abschlüssen reichte es zwar, wirklich gefährlich wurde es vor dem Niederlenzer Tor aber kaum.
Mit jeder weiteren Minute wurde es schwieriger, noch einmal ins Spiel zurückzufinden. Statt einer Aufholjagd machte sich bei den Gästen zunehmend Frust breit. Kurz vor dem Ende sah Arijan Gashi zum zweiten Mal Gelb und musste das Spielfeld vorzeitig verlassen. Damit fehlt der kreative Mittelfeldspieler im letzten Vorrundenspiel gegen den SC Schöftland.
In der Nachspielzeit setzte Miqueas Callo den Schlusspunkt. Mit seinem zweiten Treffer des Abends machte er den 4:0-Sieg für Niederlenz perfekt.
Gegen Schöftland ist eine Reaktion gefragt
Für Villmergen war es ein Auftritt, den es möglichst schnell abzuhaken gilt. Vor allem in der ersten Halbzeit fehlten der Mannschaft die nötige Energie, die Konsequenz in den Zweikämpfen und die Sicherheit am Ball. Niederlenz nutzte diese Schwächen konsequent aus und entschied die Partie früh.
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Freiämtern allerdings nicht. Am Freitag, 30. Oktober 2026, steht das letzte Vorrundenspiel gegen den SC Schöftland an. Anpfiff auf der Badmatte ist um 20.15 Uhr.
Die Bedeutung dieser Partie ist gross: Mit einer weiteren Niederlage droht Villmergen, auf dem letzten Tabellenplatz zu überwintern. Um das zu verhindern, braucht es eine klare Leistungssteigerung. Die Mannschaft muss nochmals alles investieren, um mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause zu gehen und sich eine bessere Ausgangslage für die Rückrunde zu schaffen.
