Der HC Thurgau war in Olten lange auf Kurs und führte zwischenzeitlich mit zwei Toren Vorsprung. Am Ende stehen die Leuen nach einer 3:6-Niederlage aber mit leeren Händen da. Vor allem die vielen einfachen Gegentore dürften den Thurgauern zu denken geben.
Gelungener Start der Leuen
Nach dem Heimsieg vom Donnerstag wollte der HC Thurgau in Olten gleich nachlegen. Die Hoffnung war gross, dass die Mannschaft den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen könnte. Allerdings musste Robin Lekic, der am Donnerstag noch mit einem starken Comeback überzeugt hatte, wegen einer leichten Blessur erneut pausieren. Für ihn rückte Kai Münger in die erste Formation zu Daniel Ljunggren und Livio Truog.
Die Thurgauer erwischten einen guten Start und zeigten von Beginn an, dass sie die drei Punkte unbedingt mitnehmen wollten. Der Einsatz zahlte sich aus: Nach einem schönen Zuspiel von Daniel Ljunggren brachte Kai Münger den HCT in Führung. Mit einem schnörkellosen Angriff und einem präzisen Schuss ins hohe Eck liess er dem Oltener Torhüter keine Chance.
Auch danach blieb der HCT gut im Spiel und liess nur wenig zu. Die knappe Führung nach dem ersten Drittel war verdient. Der Auftritt machte Hoffnung und gehörte zu den besseren Leistungen der Thurgauer in dieser Saison.
Die Führung ist schnell wieder weg
Im Mitteldrittel mussten die Leuen zunächst den Ausgleich hinnehmen. In der 24. Minute traf Stekkofer für Olten. Die Antwort der Thurgauer liess aber nicht lange auf sich warten. Nur rund 90 Sekunden später spielte Kevin Kühni mit einem starken No-Look-Pass Livio Truog frei. Dieser zog direkt ab und brachte den HCT wieder in Führung.
In der 29. Minute legten die Thurgauer nach. Daniel Ljunggren setzte Kai Münger bei einem Gegenangriff perfekt ein, sodass dieser nur noch einschieben musste. Plötzlich lag der HCT mit 3:1 vorne und hatte sich eine gute Ausgangslage geschaffen.
Doch die Freude hielt nicht lange an. Zunächst verkürzte Matteo Reinhard im Powerplay mit einem Ablenker. Kurz darauf nutzte Guillaume Asselin einen Shorthander zum Ausgleich. Innerhalb weniger Minuten war der Zweitore-Vorsprung wieder dahin.
Damit wiederholte sich ein Problem, das die Leuen bereits vom Donnerstag kannten: Sie erspielten sich eine gute Führung, schafften es aber nicht, diese zu halten.
Olten schlägt im Schlussdrittel zu
Mit einem 3:3 ging es ins letzte Drittel. Lange blieb die Partie offen, und als Matteo Reinhard in der 47. Minute den Pfosten traf, war das Glück aufseiten der Thurgauer.
In der 50. Minute musste Livio Truog wegen Hakens auf die Strafbank. Olten-Trainer Wohlwend nahm daraufhin ein Timeout, um seine erste Formation für das Powerplay vorzubereiten und zu schonen. Der Plan ging auf: Nur acht Sekunden später lag der Puck bereits im Tor. Guillaume Asselin brachte die Gastgeber erstmals in Führung.
Der HCT versuchte danach, nochmals zurückzukommen. Allerdings fehlte den Thurgauern zunehmend die Energie, um Olten ernsthaft unter Druck zu setzen. Die grossen Chancen blieben aus.
Stattdessen sorgte ein Fehlpass von Dominic Hobi in der eigenen Zone für die Vorentscheidung. Fadri Riatsch nutzte den Fehler und erhöhte auf 5:3. Mit einem Treffer ins leere Tor machte Jules Sturny schliesslich alles klar. Der HCT musste sich mit 3:6 geschlagen geben.
