Fünferpack lässt Zürich jubeln

Die ZSC Lions geben sich auf heimischem Eis erneut keine Blösse. An einem fast perfekten Abend sichern sich die Lions den zweiten Sieg der Halbfinalserie.

Die Zürcher Fans und Mannschaft haben an diesem Abend genügend Gründe, immer wieder abzuklatschen und mit breitem Grinsen den Abend zu geniessen. Noch vor der Partie lassen Ballone die Swiss Life Arena in blauweissrotem Glanz erstrahlen. Genau diese Vereinsfarben werden bis zur Schlusssirene das Revier markieren. Den Zürchern gelingt mit einem deutlichen 5:1 der 13. Playoff-Sieg in Folge auf heimischem Eis. 


Viele Emotionen


Die Gemüter sind erhitzt, die Serie nach dem HCD-Ausgleich am Dienstag eröffnet. Einer der polarisiert, ist Brendan Lemieux. Zwar noch ohne Scorerpunkt im HCD-Dress und doch omnipräsent. Medial sorgt er ebenfalls für Gesprächsstoff, wird er doch immer wieder gelobt für seine Portion Zunder die er dem Spiel aufdrücken kann. Doch reicht es, einfach nur für Unruhe zu sorgen? Die Antwort ist an diesem Abend ganz klar «nein». Der Zweitrunden-Draft von 2014 spielt sich auch heute in den Mittelpunkt. In der 38. Minute, beim Stand von 2:1 für den Zett, pöbelt er mit Chris Baltisberger herum. Beim Versuch der ZSC-Stürmer zu boxen, erwischt er den Unparteiischen und darf somit vorzeitig unter der Dusche. Ob er am kommenden Samstag somit weiterhin für Unruhe sorgen wird/darf, wird sich zeigen. Seine Kollegen werden in der Folge zwar noch einen Moment Paroli bieten können, brechen aber im dritten Drittel ein. Zu wenig Disziplin sieht Josh Holden in diesem Spiel und seine Leute müssen reihenweise auf die Bank. Der Zett hingegen bewahrt kühlen Kopf und beweist sich vor allem vor Sandro Aeschlimann sehr effizient und torgeil. 


Fünferpack



Auf einen herrlichen Treffer von Dean Kukan (5') folgt das erste kuriose Tor des Abends. Ambühl stellt einem Zürcher das Bein und die Lions agieren bis zum Pfiff somit mit 6-gege-5. Die Scheibe läuft munter hin und her, Davos kämpft mit allen Mitteln gegen das Gegentor an. Und als Frödén seinen Teamkollegen im Slot anspielen will, flitzt die Scheibe an Freund und Feind vorbei. Soweit, bis sie schliesslich ganz weit hinten im eigenen Tor einschlägt - was ein Pech! Es sollte aber der letzte Gegentreffer für die Zürcher bleiben. Denis Malgin erhöht später auf 2:1 (25'), auf geniales Zuspiel von Andrighetto und schliesslich erhöht Grant mit einem super Ablenker auf 3:1 nach 44 Minuten. Doch das Tor sorgt für Gesprächsstoff! Die Scheibe kullert gerade noch so hinter die Torlinie, als Aeschlimann sie unter sich begräbt. Lange müssen die Schiedsrichter die Videobilder analysieren, bis sie sich einig sind: Tor und der Genickbruch für Davos. Sigrist und seine Viertlinien-Kollegen Henry und Baechler erkämpfen sich den vierten Treffer des Abends. Jegliches Anrennen des HCD bleibt erfolglos. Und so gehört die Bühne in der 54. Minute schliesslich noch der Nummer 10 der Lions. Andrighetto zimmert in bekannter Manier die Scheibe zum 5:1 in die Maschen. Es ist bereits sein fünftes Tor in diesen Playoffs und dazu kommen noch acht Assists. 



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