Nach zwei starken Heimauftritten wollte Pfadi Winterthur den Schwung auch auswärts mitnehmen. In St. Gallen gelingt das jedoch nur teilweise. Gegen den TSV St. Otmar gerät Pfadi über weite Strecken ins Hintertreffen, zeigt in der Schlussphase aber nochmals grossen Kampfgeist. Am Ende reicht es trotzdem nicht mehr: Die Winterthurer verlieren knapp mit 25:27.
St. Otmar geht mit Vorteil in die Pause
Die Partie beginnt ausgeglichen. Beide Mannschaften schenken sich wenig und kämpfen um jeden Ball. Mit zunehmender Spieldauer gelingt es den Gastgebern jedoch besser, ihre Chancen zu nutzen.
Bei Pfadi fehlt im Angriff etwas die Durchschlagskraft. St. Otmar kann sich deshalb gegen Ende der ersten Halbzeit erstmals etwas absetzen und nimmt eine 14:11-Führung mit in die Kabine.
Gastgeber ziehen davon
Nach der Pause kommt St. Otmar besser aus den Startlöchern. Die Gastgeber erhöhen das Tempo und können ihren Vorsprung weiter ausbauen. In der 40. Minute liegt Pfadi bereits vier Tore zurück, wenig später steht es 23:19.
Ein wichtiger Faktor auf Seiten der St. Galler ist Torhüter Andreas Björkman Myhr. Mit einer Abwehrquote von fast 40 Prozent erwischt er einen starken Abend und verhindert immer wieder, dass Pfadi den Rückstand schneller verkürzen kann.
Pfadi gibt sich nicht geschlagen
Beim Stand von 25:21 in der 52. Minute sieht vieles nach einer Niederlage für die Winterthurer aus. Doch die Mannschaft von Goran Cvetković steckt den Kopf nicht in den Sand.
Im Gegenteil: Pfadi kämpft sich zurück. In der Schlussphase stimmt plötzlich vieles besser, die Abwehr steht kompakter und vorne werden wichtige Chancen genutzt. Maximilian Freiberg und Tazio Baumann sorgen mit ihren Treffern dafür, dass der Abstand immer kleiner wird.
St. Otmar gerät nochmals unter Druck. Pfadi glaubt wieder an die Wende und macht die letzten Minuten zu einer echten Zitterpartie. Doch für den entscheidenden Schritt reicht die Zeit nicht mehr. Die Gastgeber behalten die Nerven und bringen den 27:25-Sieg über die letzten Sekunden.
Blick nach vorne
Auch wenn die Niederlage ärgerlich ist, zeigt die Schlussphase, dass Pfadi bis zum Schluss an sich glaubt. Nach zwei Siegen zum Saisonstart ist es nun die zweite Niederlage der Saison.
Viel Zeit bleibt allerdings nicht, um darüber nachzudenken. Bereits am 12. September um 18:00 Uhr geht es in der heimischen AXA ARENA weiter.
Und dort wartet mit den Kadetten Schaffhausen gleich ein besonderes Duell. Das Nordost-Derby verspricht aufgrund der langjährigen Rivalität einmal mehr viel Spannung – und Pfadi wird alles daransetzen, vor heimischem Publikum wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren.

