Nach dem bitteren Last-Minute-Aus im Cup gegen den FC Küttigen wartete auf das Villmerger Fanionteam bereits die nächste schwierige Aufgabe. Mit dem FC Muri war der Leader und Aufstiegsfavorit auf der Badmatte zu Gast. Dazu kam eine besondere Geschichte: Im Tor der Gäste stand mit Shane Clerici ausgerechnet jener Torhüter, der in der vergangenen Saison noch massgeblich am Villmerger Aufstieg beteiligt war.
Villmergen überrascht Muri
Villmergen ging mit einer klaren Idee in die Partie. Die Mannschaft von Simone Antonelli und Meyer stand tief, verteidigte kompakt und machte Muri das Leben schwer. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, fanden gegen die gut organisierte Defensive aber kaum ein Durchkommen. Auch der schwer bespielbare Platz machte es beiden Teams nicht einfacher.
In der 20. Minute kam dann der grosse Moment der Gastgeber. Nach einer schönen Kombination kam Tefik Baki zum Abschluss und traf mit einem flachen Schuss zum 1:0. Für Shane Clerici gab es nichts zu halten.
Muri reagierte sofort und erhöhte den Druck. Nur wenige Minuten später fiel bereits der Ausgleich. Ein langer Ball hinter die Villmerger Abwehr wurde von Pascal Rummel unterschätzt. Fidan Tafa nutzte die Gelegenheit und traf unbedrängt zum 1:1.
Danach flachte das Spiel etwas ab. Beide Mannschaften standen kompakt und liessen nur wenig zu. Für Stimmung sorgten dafür die beiden Fangruppen, die das Derby lautstark begleiteten. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.
Muri schlägt spät zu
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich. Villmergen verteidigte konzentriert und machte es dem Leader weiterhin schwer, zu Chancen zu kommen. Trotzdem waren es die Gäste, die erneut jubeln durften. Nach einem Freistoss aus dem Halbfeld stand Belmin Mrkonja richtig und brachte Muri mit 2:1 in Führung. Ausgerechnet der ehemalige Villmerger Junior traf gegen seinen früheren Verein.
Die Gastgeber gaben sich aber nicht geschlagen. Villmergen kämpfte weiter und suchte den Ausgleich. Lange fehlte jedoch die letzte Möglichkeit. Diese kam praktisch mit dem Schlusspfiff. Der eingewechselte Bejzat Gafuri setzte sich stark durch und hatte die Chance zum 2:2. Statt direkt abzuschliessen, wollte er den Ball noch auf den rechten Fuss legen. Muri-Captain Simone Parente konnte den Schuss deshalb im letzten Moment blocken.
Der Ball sprang nochmals vor die Füsse von Arijan Gashi. Doch auch dessen Nachschuss konnte Shane Clerici parieren. Wenige Sekunden später war Schluss.
Muri feierte den knappen Derbysieg, während die Enttäuschung bei den Villmergern gross war. Denn nach dieser Leistung wäre ein Punkt gegen den Leader durchaus verdient gewesen.
