Die Kadetten Schaffhausen bleiben in der Quickline Handball League auf Erfolgskurs. Gegen GC Amicitia Zürich setzten sich die Orangen deutlich mit 37:26 durch und feierten damit ihren sechsten Sieg in Folge. Neben einer starken Mannschaftsleistung sorgte vor allem Frederik Tilsted für Begeisterung. Der Captain Luka Maros konnte währenddessen geschont werden.
Tilsted glänzt mit zehn Toren
Frederik Tilsted erwischte einen hervorragenden Abend. Der dänische Spielmacher lenkte das Angriffsspiel der Kadetten, setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene und traf selbst zehnmal. Für seine Leistung wurde er von den Fans verdient zum Best Player gewählt.
«Das hat Spass gemacht. Wir haben von Beginn an sehr gut gespielt», sagte Tilsted nach der Partie. Besonders das schnelle Spiel nach vorne und die erfolgreichen Gegenstösse hätten ihm gefallen.
Doch nicht nur im Angriff wussten die Kadetten zu überzeugen. Auch in der Defensive standen sie sicher und machten es den jungen Zürchern schwer, zu guten Torchancen zu kommen. Dahinter zeigte Leon Bergmann im Tor eine starke Leistung. Mit 17 Paraden und einer Abwehrquote von 40 Prozent hatte auch er grossen Anteil am klaren Erfolg.
Starke Abwehr, viele Tore
Die gute Defensivarbeit war für Tilsted ein wichtiger Grund für den Sieg. «Unser Fundament in der Abwehr ist einfach bravo», lobte er seine Mitspieler. Gleichzeitig läuft es auch im Angriff immer besser. Die Kadetten spielten schnell, fanden immer wieder kreative Lösungen und kamen so auf 37 Treffer.
Besonders Tilsted sorgte mit seinen Pässen für sehenswerte Momente. Ob hinter dem Rücken oder ohne hinzuschauen – der Däne fand immer wieder den richtigen Mitspieler. «Es ist immer schön, zehn Tore zu erzielen und ein gutes Spiel zu machen», meinte er lachend nach dem Schlusspfiff.
Kadetten früh auf Kurs
Die Schaffhauser übernahmen von Beginn an die Kontrolle. Bereits nach drei Minuten stand es 4:1, nach einer Viertelstunde führten die Kadetten dank Tilsted mit 11:5. Zur Pause lagen sie mit 19:13 vorne.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Heimteam überlegen. Odinn Thor Rikhardsson überzeugte auf dem rechten Flügel mit acht Toren und traf kurz nach Wiederanpfiff zum 22:15. Nach 45 Minuten betrug der Vorsprung bereits zehn Treffer.
Trainer Jonas Wille nutzte die klare Führung, um die Spieler durchzuwechseln und dem gesamten Kader Einsatzzeit zu geben. Am Spielverlauf änderte das wenig: Die Kadetten hielten das Tempo hoch und liessen sich den Sieg nicht mehr nehmen. In der Schlussphase konnten auch die Eigengewächse Yari Prince und Milan Lutz ihre Treffer bejubeln.
Cup-Achtelfinal als nächste Aufgabe
Bereits am 31. Oktober geht es für die Kadetten im Cup weiter. Als Titelverteidiger treffen sie auswärts auf Handball Emmen, den verlustpunktfreien Tabellenführer der Nationalliga B.
Die Innerschweizer haben in dieser Saison bisher alle fünf Meisterschaftsspiele gewonnen und sich auch im Cup für den Achtelfinal qualifiziert. Für die Kadetten ist es die nächste Gelegenheit, ihre gute Form unter Beweis zu stellen.

