Lange sah es in Rothenburg nach einem torlosen Unentschieden aus. Doch der FC Hergiswil bewies Geduld und belohnte sich in der Schlussphase gleich doppelt. Lennon Studer brachte die Nidwaldner in Führung, Joel Soffner sorgte kurz vor dem Abpfiff per Penalty für die endgültige Entscheidung. Damit feiert Hergiswil einen verdienten 2:0-Auswärtssieg und bleibt defensiv weiterhin eine Macht.
Hergiswil startet engagiert
Im Vergleich zum letzten Spiel musste die Hergiswiler Teamleitung die Startelf auf einigen Positionen verändern. Joel Soffner rückte für den abwesenden Captain Marco Schuler ins Zentrum, während Oliver Injic die Mannschaft als Captain aufs Feld führte. Auch Luke Schindler stand neu in der Startformation.
Die Gäste erwischten den besseren Start und versuchten, das Spiel früh an sich zu reissen. Rothenburg fand zunächst nur schwer in die Partie, steigerte sich aber mit zunehmender Spieldauer. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, in dem beide Teams viel Aufwand betrieben, im Angriff aber nur selten wirklich gefährlich wurden.
Ein Freistoss von Jascha Joller aus rund 22 Metern, der knapp am linken Lattendreieck vorbeiflog, gehörte zu den besten Möglichkeiten der ersten Halbzeit. Ansonsten fehlte es vor beiden Toren an klaren Szenen. Zu oft misslang der letzte Pass oder der Abschluss war zu ungenau. So ging es folgerichtig mit einem 0:0 in die Pause.
Geduld zahlt sich aus
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Hergiswil hatte etwas mehr Ballbesitz und versuchte, das Spiel kontrolliert aufzubauen. Rothenburg blieb bei seinen Gegenstössen gefährlich, doch die Hergiswiler Defensive stand aufmerksam und liess nur wenig zu.
Offensiv fehlte den Gästen weiterhin das nötige Quäntchen Präzision. Ein Flachschuss von Joel Soffner aus rund 25 Metern strich nur knapp am Pfosten vorbei. Ansonsten blieben die Torhüter lange Zeit weitgehend beschäftigungslos.
Studer trifft bei seiner ersten Ballberührung
In der 68. Minute brachte Hergiswil Noel Bajraj für Ian Horat. Wenig später kamen Marco Ignatov und Lennon Studer für Jonathan Tambwe und Karim Ahmed ins Spiel.
Kaum waren die Wechsel vollzogen, fiel das Führungstor. Mike Bachmann setzte sich auf der rechten Seite durch, drang bis nahe an die Grundlinie vor und legte den Ball gefährlich in den Strafraum. Dort stand Lennon Studer goldrichtig und traf mit seiner ersten Ballberührung zum 0:1 (75.).
Für den jungen Offensivspieler war es ein besonderer Moment: Studer erzielte seinen ersten Treffer für das Hergiswiler Fanionteam. Im «Zwoi» hatte er zuvor bereits viermal in drei Spielen getroffen.
Soffner sorgt für die Entscheidung
Rothenburg gab sich noch nicht geschlagen und suchte in der Schlussphase den Ausgleich. Hergiswil musste bei einigen Standards und Flanken nochmals aufmerksam verteidigen. Ein Freistoss von Jan Eberle flog knapp über das Tor, während die Gäste mehrere gefährliche Situationen im eigenen Strafraum klären konnten.
Die beste Hergiswiler Möglichkeit zur Vorentscheidung hatte Mike Bachmann in der 87. Minute. Nach einem starken Angriff über Lennon Studer kam er zum Abschluss, doch Rothenburgs Torhüter Pavel Fuchser verhinderte mit einer starken Parade das 0:2.
Dieses fiel dann in der Nachspielzeit. Lennon Studer setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und wurde von Mathis Prud’Homme zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Joel Soffner übernahm die Verantwortung und verwandelte den Penalty sicher zum 0:2 (90.+3). Danach liess Hergiswil nichts mehr anbrennen. Nach sieben Minuten Nachspielzeit war der Auswärtssieg Tatsache.
