Wahnsinn - der HCKL fertigt Limoges im EHF Play-off-Viertelfinal ab!

Was für ein Auftritt des HC Kriens-Luzern im grünen Stimmungstempel in Sursee vor 2'200 restlos begeisterten Schaulustigen! Der bärenstarke HCKL schlägt Limoges gleich mit 36:27 und reist nächsten Dienstag mit einem schönen Polster nach Frankreich. 

Sigrist mit 11 Toren


Einmal mehr überragend bei den Innerschweizer Europacup-Helden agierten Luca Sigrist (11 Tore) und Marin Sipic mit acht Treffern. Ebenso stark in der geschlossen Teamleistung Dimitrij Küttel und Kevin Bonnefoi. «Das war heute ein Sieg der ganzen Mannschaft. Ein grosses Kompliment geht an unsere Fans, die uns über 60 Minuten unterstützt haben», freute sich Zeljko Musa über den Coup der Seinen, der Blauweiss vom Viertelfinal gegen den THW Kiel träumen lässt. Einziger Wehrmutstropfen des Abends: Jonas Schelker schied im 1. Umgang mit einer Knieverletzung aus. 


Schelker-Out trübt Freude


Knapp vier Minuten musste sich das erwartungsfrohe Publikum in der vollen Stadthalle gedulden, bis der erste Treffer des Abends Tatsache wurde. Doch die Führung der französischen Gäste war schnell Makulatur, Marin Sipic und der ebenfalls dominant agierende Radojica Cepic drehten die Angelegenheit, die über das Viertelfinal-Duell gegen den THW Kiel entscheidet. Der omnipräsente Luca Sigrist spielte mit seinen gross gewachsenen Gegenspielern nicht nur Katz und Maus, sondern baute die Führung weiter aus. Flügelrakete Gino Steenaerts erhöhte auf 4:2. Der Innerschweizer Gastgeber, angetrieben vom eigenen Anhang, führte weiterhin die feinere Klinge und setzte sich auf 7:4 ab. Erst in der 20. Minute konnte Limoges das Hinspiel wieder temporär egalisieren und führte kurzzeitig sogar. Das Duo Wolfisberg/Steenaerts fand dies weniger lustig und gab die Antwort in Form einer Doublette. Dank einem Küttel-Hammer betrug der Vorsprung wieder drei Einheiten, welchen die Blauweissen auch in die Halbzeitpause mitnahmen. Die Führung hätte durchaus auch höher ausfallen können, aber mit 17:14 konnten alle leben. Mitte erster Halbzeit ein Schockmoment bei den Platzherren, Jons Schelker zog sich eine Knieverletzung zu und musste von der Platte getragen werden. Eine zeitnahe Untersuchung wird die Diagnose liefern – wir hoffen das Beste für unsere sympathische Nummer 25.


Weiter. Immer weiter.


Auch nach dem Seitenwechsel konnte jeder erkennen, dass die Franzosen nicht besser als der Gastgeber ist. Im Gegenteil, denn der HCKL legte nach dem Pausentee los wie die Feuerwehr – oder schneller. Keine fünf Minuten benötigte die Krienser Offensiv-Armada, um den Zwischenstand auf 21:14 hochzuschrauben. Während sich der Fachmann über das Gezeigte wunderte und der Laie staunte, spielten sich Sipic, Sigrist & Co. In einen Rausch. Es sollte die Vorentscheidung gewesen sein, wie sich später herausstellte. Auch was Limoges versuchte, wurde von den Innerschweizern zerzaust. Zeljko Musa änderte nach Bedarf die defensive Grundordnung, während seine Mannschaft dafür sorgte, dass die Franzosen nicht mehr herankamen. So fiel der Unterschied bei der Schlusssirene um die Differenz sieben aus, was nicht mehr endende stehende Ovationen des bestens gelaunten Publikums mit sich zog. «Wir dürfen uns freuen, doch das Rückspiel wird eine Herausforderung, trotz den sieben Toren Vorsprung. Auch dieses Spiel in Limoges beginnt mit 0:0 und wird am Ende im Kopf entschieden», meinte der HCKL-Cheftrainer, der glücklich, jedoch nicht rundum zufrieden war: «Wir müssen unsere Fehlerquote senken, dann ist auswärts vieles möglich.»


HC Kriens-Luzern - Limoges HB 36:29 (17:14)


Stadthalle Sursee | 2'200 Zuschauer | Kull / Tint 

HC Kriens-Luzern 

Näf (0%), Bonnefoi (26%), Küttel (4), Sigrist (11), Wolfisberg (1), Orbovic (1), Cepic (4), Röttges (0), Steenaerts (4), Oertli (1), Sipic (8), Delchiappo (0), Schelker (0), Langenick (0), Idrizi (1)

Bemerkungen

HCKL ohne Obranovic

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