Fehlstart kostet den Sieg – Dagmersellen verpasst sich Rückstand in der Barrage

Fehlstart kostet den Sieg – Dagmersellen verpasst sich Rückstand in der Barrage

Der TV Dagmersellen hat sich im Hinspiel der Abstiegsbarrage gegen die zweite Mannschaft von CS Chênois Genève II selbst in eine schwierige Ausgangslage gebracht. Vor heimischem Publikum in einer gut gefüllten Halle mit rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauern unterlag das Team aus dem Wiggertal mit 26:27 (14:14). Ausschlaggebend war ein völlig verpatzter Start, der die Partie früh in die falsche Richtung lenkte und trotz starker Phasen nicht mehr vollständig korrigiert werden konnte.

Früher Schockmoment bringt Dagmersellen aus dem Tritt

Die Partie begann für den TV Dagmersellen denkbar ungünstig. Während die Gäste aus Genf sofort mit Tempo, Spielfreude und konsequenten Abschlüssen auftraten, fand das Heimteam weder defensiv noch offensiv in die Partie. Die Abwehr agierte zu passiv, die Abstimmung fehlte, und im Angriff häuften sich technische Fehler sowie unpräzise Würfe.

Das Resultat war ein regelrechter Fehlstart: Nach knapp sieben Minuten lag Dagmersellen bereits mit 0:5 zurück. Dieser frühe Rückstand prägte die gesamte erste Halbzeit und zwang das Heimteam dazu, permanent einem Rückstand hinterherzulaufen.

Erste Reaktion und langsame Stabilisierung

Erst ein verwandelter Siebenmeter von Urs Oggier in der 8. Minute brachte etwas Ruhe ins Spiel der Gastgeber. Danach gelang es dem TVD, sich langsam zu stabilisieren. Die Defensive stand zeitweise etwas kompakter, und im Angriff wurden die Aktionen geduldiger ausgespielt.

Dennoch blieb der Rückstand zunächst bestehen, da die Genfer weiterhin sehr effizient agierten. Besonders ihre Rückraumspieler nutzten die sich bietenden Räume konsequent aus und hielten Dagmersellen auf Distanz. Mehr als eine schrittweise Verkürzung war vorerst nicht möglich.

Kampf zurück ins Spiel

Trotz vieler Unsauberkeiten zeigte das Heimteam Moral. Mit zunehmender Spieldauer kämpfte sich Dagmersellen immer besser in die Partie hinein. Der Ausgleich durch Yves Hofer kurz vor der Pause war der Lohn einer verbesserten Phase, in der auch Torhüter Ramon Häller wichtige Paraden zeigte.

Sogar die Führung gelang dem TVD noch vor der Halbzeit: Urs Oggier traf zur 14:13-Führung. Doch der positive Eindruck wurde unmittelbar wieder relativiert, da die letzte Aktion der Gäste nur durch eine starke Parade von Häller gestoppt werden konnte. So ging es „nur“ mit 14:14 in die Pause.

Verpasste Chance nach dem Seitenwechsel

Nach der Pause startete Dagmersellen erneut vielversprechend. Mit Treffern von Ramon Döös und Matteo Riedweg gelang eine 16:14-Führung, während die Defensive zunächst stabiler wirkte und Häller zwei wichtige Abschlüsse der Gäste entschärfte.

Doch genau in dieser Phase verpasste es das Heimteam, den entscheidenden Schritt zu machen. Beim Stand von 19:17 bot sich die Chance, sich erstmals etwas deutlicher abzusetzen, doch technische Fehler, überhastete Abschlüsse und fehlende Konsequenz verhinderten eine Vorentscheidung.

Stattdessen kippte die Partie erneut. Die Gäste aus Genf nutzten eine Schwächephase des TVD eiskalt und erzielten drei Treffer in Serie. Plötzlich lag wieder CS Chênois vorne, und Dagmersellen musste erneut einem Rückstand hinterherlaufen.

Dagmersellen ohne letzte Konsequenz

In der Schlussphase zeigte sich ein bekanntes Bild: Dagmersellen kämpfte, fand aber keine Mittel mehr, die Partie zu drehen. Die Genfer spielten ihre Angriffe ruhig und effizient zu Ende und verteidigten ihre knappe Führung konsequent.

Wenige Minuten vor Schluss lag der TVD bereits mit drei Toren zurück (24:27). Zwar gelang durch Oggier und Döös noch etwas Resultatkosmetik, doch mehr als der Anschluss war nicht mehr möglich. Die knappe 26:27-Niederlage war damit besiegelt.

Entscheidung am Sonntag in Genf

Das Rückspiel findet am Sonntag in der Sporthalle Chênois Sous-Moulin in Thônex statt. Für den TV Dagmersellen ist klar: Nur ein Sieg hält den Ligaerhalt in der 1. Liga. Nach dem verpassten Polster im Heimspiel steht das Team nun unter Druck – muss aber gleichzeitig zeigen, dass es die richtige Reaktion auf den schwachen Start und die insgesamt inkonstante Leistung findet.