FC Winterthur in Neuenburg ausgebremst – Chancen bleiben ungenutzt

FC Winterthur in Neuenburg ausgebremst – Chancen bleiben ungenutzt

Der FC Winterthur muss sich Neuchâtel Xamax auswärts mit 0:3 geschlagen geben. Dabei waren die Winterthurer über weite Strecken die aktivere Mannschaft und kamen zu guten Chancen. Vor dem Tor fehlte jedoch die nötige Konsequenz, während Xamax seine Möglichkeiten eiskalt nutzte.

FCW mit den besseren Chancen

Vor dem Spiel war die Ausgangslage offen. Die Tabelle und der klare 4:0-Sieg im Hinspiel sprachen für den FCW. Ein Blick in die Vergangenheit machte allerdings wenig Hoffnung: In der Maladière konnten die Winterthurer seit 1968 nicht mehr gewinnen.

Zu Beginn zeigte sich der FCW offensiv und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Antonio Marchesano schoss in der 15. Minute aus kurzer Distanz über das Tor. Wenig später erwischte Brian Beyer den Ball nicht richtig, und auch Théo Golliard konnte seine Chance in der 37. Minute nicht nutzen. Trotz der guten Ansätze blieb es zur Pause beim 0:0 – zumindest aufseiten des FCW hätte durchaus ein Treffer fallen können.

Xamax nutzt seine Möglichkeiten

Die Gastgeber konzentrierten sich vor allem auf die Defensive und machten es den Winterthurern schwer, zu klaren Abschlüssen zu kommen. In der 25. Minute schlug Xamax dann zu: Nicola Gjorgjev nutzte eine der wenigen Chancen und brachte die Neuenburger in Führung.

Kurz nach der Pause kam es für den FCW noch schlimmer. Mickäel Facchinetti erhöhte mit einem Freistoss auf 2:0. Der Ball wurde unglücklich abgefälscht und war für Antonio Spagnoli im Tor nicht mehr zu halten.

Der Anschlusstreffer will nicht fallen

Trotz des Zwei-Tore-Rückstands suchte Winterthur weiterhin den Weg nach vorne. Die grosse Chance auf den Anschlusstreffer hatte Théo Golliard, der nach einer starken Hereingabe von Emilio Kehrer am gegnerischen Torhüter scheiterte.

In der 69. Minute machte Xamax schliesslich alles klar. Nach einem Abpraller stand Léo Seydoux richtig und traf zum 3:0. Damit war die Partie entschieden, auch wenn der FCW bis zum Schluss weiter Druck machte.

Viel Ballbesitz, keine Tore

Das Resultat fällt deutlich aus, obwohl Winterthur mit rund 60 Prozent Ballbesitz mehr vom Spiel hatte. Der Unterschied lag vor allem in der Effizienz: Während der FCW seine Chancen nicht nutzen konnte, traf Xamax dreimal.

Für die Winterthurer ist es eine bittere Niederlage. Die Mannschaft zeigte offensiv durchaus gute Ansätze, belohnte sich dafür aber nicht. In Neuenburg fehlte am Ende genau das, was es im Fussball braucht: Tore.