Beim FC Thun geht ein ereignisreicher Sommer weiter. Nach dem historischen Meistertitel und den personellen Veränderungen auf der Trainerbank muss der Verein nun auch zwei schmerzhafte Spielerabgänge verkraften. Mit Elmin Rastoder und Ethan Meichtry verlassen gleich zwei wichtige Stützen die Berner Oberländer. Gleichzeitig wurde der erste Gegner im Schweizer Cup ausgelost.
Rastoder erfüllt sich den Traum vom Ausland
Dass Elmin Rastoder den FC Thun verlassen würde, hatte sich zuletzt angedeutet, nun ist der Wechsel offiziell. Der 24-jährige Stürmer schliesst sich Panathinaikos in Griechenland an und wagt damit erstmals den Schritt ins Ausland.
Rastoder war erst vor einem Jahr von den Grasshoppers nach Thun gewechselt. Was folgte, war eine Saison, wie sie sich wohl kaum jemand hätte ausmalen können. Mit 15 Toren und sechs Assists entwickelte er sich zu einem der Gesichter der Meistermannschaft und hatte grossen Anteil am überraschenden Titelgewinn. Entsprechend emotional fällt der Abschied aus. Der Verein bedankt sich für seinen Einsatz und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
Meichtry wechselt nach Italien
Nur kurze Zeit später folgte bereits die nächste Transfermeldung. Auch Ethan Meichtry verlässt den Schweizer Meister. Das 20-jährige Eigengewächs wechselt in die italienische Serie A zum CFC Genua.
Für den FC Thun ist der Transfer einerseits ein sportlicher Verlust, andererseits aber auch eine Bestätigung der eigenen Nachwuchsarbeit. Meichtry durchlief sämtliche Juniorenstufen des Vereins und schaffte den Sprung in die erste Mannschaft. In der vergangenen Saison gehörte er zu den grossen Entdeckungen der Liga. Acht Tore und drei Assists in 35 Pflichtspielen sprechen für sich. Unvergessen bleibt sein Treffer gegen Aarau, mit dem er den Grundstein für den späteren Aufstieg legte.
Cup-Auftakt im Wallis
Neben den Transfernews gab es für die Thuner auch sportliche Neuigkeiten. In der ersten Runde des Schweizer Cups trifft der Meister auswärts auf den FC Saxon-Sports aus dem Wallis. Gespielt wird am Wochenende vom 14. bis 16. August. Die genaue Ansetzung wird in den kommenden Tagen bekanntgegeben.
Ein Sommer des Umbruchs
Die Meistermannschaft verändert ihr Gesicht zunehmend. Nach dem Abgang von Trainer Mauro Lustrinelli sowie weiteren personellen Veränderungen verliert der FC Thun mit Rastoder und Meichtry zwei Spieler, die in der vergangenen Saison massgeblich zum Erfolg beigetragen haben.
Für die Verantwortlichen beginnt nun die nächste Herausforderung: Die entstandenen Lücken müssen geschlossen werden, ohne die sportlichen Ambitionen aus den Augen zu verlieren. Denn nach der Traumsaison wartet auf den Schweizer Meister eine Spielzeit mit neuen Erwartungen, national wie international.
