Der FC Thun muss sich gegen Lausanne-Sport mit einem 0:0 zufriedengeben. Dabei wäre an diesem Abend durchaus mehr drin gewesen. Nach einem ausgeglichenen Start übernehmen die Thuner immer mehr die Kontrolle und sind vor allem nach der Pause dem Führungstreffer mehrmals ganz nahe. Am Ende fehlt jedoch die letzte Konsequenz vor dem Tor.
Lausanne startet mit viel Druck
Die Partie beginnt mit Tempo und gleich zweimal sorgt Lausanne für Aufregung im Thuner Strafraum. In der 4. Minute liegt der Ball erstmals im Netz, doch der Treffer wird wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Nur zwei Minuten später jubeln die Gäste erneut. Wieder zählt das Tor nicht: Der Lausanner Torschütze hatte Bürgy vor dem Kopfball in den Rücken gestossen.
Thun braucht einige Minuten, um richtig ins Spiel zu finden. In der 11. Minute sorgt Lengen nach einer Flanke von Maier erstmals für Gefahr. Sein Kopfball am zweiten Pfosten ist allerdings eine sichere Beute für Lausanne-Keeper Mastil. Wenig später kommt Labeau auf der anderen Seite zu einer guten Kopfballchance, bringt den Ball aber zu zentral aufs Tor.
In der 26. Minute wird es dann richtig gefährlich. Lausanne kommt zu einer grossen Möglichkeit, doch Steffen reagiert stark und verhindert mit einer hervorragenden Parade den Rückstand.
Thun wird immer stärker
Danach kippt das Spiel langsam zugunsten der Gastgeber. Thun kombiniert sich immer wieder gut nach vorne und findet zunehmend Räume rund um den Lausanner Strafraum. Die Gäste geraten dadurch immer stärker unter Druck.
Kurz vor der Pause bietet sich Dähler die bisher beste Thuner Chance. In der 40. Minute versucht er es mit einem Schlenzer, setzt den Ball aber knapp neben das Tor. So geht es torlos in die Pause.
Reichmuth sorgt für Gefahr
Auch nach dem Seitenwechsel macht Thun dort weiter, wo es aufgehört hat. Die Gastgeber sind aktiver und lassen Lausanne kaum noch zur Entfaltung kommen.
In der 54. Minute setzt Reichmuth zu einer starken Einzelaktion an. Er lässt mehrere Gegenspieler stehen und zieht aus rund 20 Metern ab. Der Schuss sieht zunächst vielversprechend aus, landet letztlich aber nur am Aussennetz.
Thun bleibt dran und sucht weiter den Führungstreffer. Lausanne verteidigt zunehmend tief und hat Mühe, für Entlastung zu sorgen.
Labeau jubelt – doch nur kurz
In der 64. Minute scheint es dann so weit zu sein. Labeau wird in die Tiefe geschickt, lässt seinen Gegenspieler mit einem schönen Haken aussteigen und schlenzt den Ball gekonnt in die weite Ecke.
Die Freude über den vermeintlichen Führungstreffer hält jedoch nicht lange. Der Schiedsrichter entscheidet auf Handspiel und nimmt das Tor zurück. Thun muss damit weiter auf das 1:0 warten.
Der Siegtreffer will nicht fallen
Auch in der Schlussphase bleibt Thun die Mannschaft, die mehr für das Spiel tut. Die Gastgeber suchen weiterhin den entscheidenden Moment, während Lausanne kaum noch gefährlich vor das Thuner Tor kommt. Doch so sehr sich Thun auch bemüht: Der Ball will einfach nicht mehr ins Netz. Nach 90 Minuten bleibt es beim 0:0.

