Nach zuletzt schwierigen Wochen hat der EHC Kloten ein wichtiges Lebenszeichen gesetzt. Gegen Lausanne HC lagen die Zürcher Unterländer zunächst mit 0:2 zurück, drehten die Partie aber mit drei Toren innert fünf Minuten und gewannen am Ende mit 4:3.
Truog bringt neuen Schwung
Der Start verlief allerdings nicht nach Wunsch. Lausanne ging durch Simic im Powerplay und Suomela mit 2:0 in Führung. Kloten tat sich zunächst schwer, ins Spiel zu finden, und vieles erinnerte an die Auftritte der vergangenen Wochen.
Dann kam der Moment von Livio Truog. Der 22-Jährige, der vom Swiss-League-Team Thurgau zu Kloten gestossen war, verkürzte auf 1:2 und erzielte damit sein erstes Tor in der National League. Sein Treffer brachte neue Energie ins Spiel und gab der Mannschaft sichtlich Auftrieb.
Kurz darauf nutzte Kloten einen Fehler von Lausanne-Goalie Pasche. Arttu Ruotsalainen brachte die Scheibe aufs Tor, Petteri Puhakka reagierte am schnellsten und traf zum 2:2. Plötzlich war die Partie wieder offen.
Innerhalb von fünf Minuten alles gedreht
Mit dem Ausgleich war der Knoten geplatzt. Kloten spielte entschlossener, gewann mehr Zweikämpfe und setzte Lausanne zunehmend unter Druck. Der Schwede Aberg glänzte dabei mit zwei starken Vorlagen und hatte grossen Anteil daran, dass die Gastgeber die Partie innerhalb von nur fünf Minuten drehten.
Auch in der Schlussphase blieb es spannend. Lausanne verkürzte kurz vor Schluss nochmals, doch diesmal liess sich Kloten den Sieg nicht mehr nehmen. Die Mannschaft hielt dagegen und brachte das 4:3 über die Zeit.
Ein Sieg, der gut tut
Für den EHC Kloten dürfte dieser Erfolg vor allem mit Blick auf das Selbstvertrauen wichtig sein. Nach einer schwierigen Phase zeigte das Team, dass es auch Rückschläge wegstecken und gemeinsam zurück ins Spiel finden kann.
Im Mittelpunkt stand bei Lausanne das Debüt von NHL-Rückkehrer Philipp Kurashev, dessen Einsatz zu Veränderungen in den Sturmformationen führte. Für Kloten zählte am Ende aber vor allem die eigene Reaktion: Die Mannschaft gab sich trotz des Rückstands nicht auf und wurde für ihren Einsatz belohnt.
Der 4:3-Sieg ist damit ein wichtiger Schritt für die Zürcher Unterländer. Nun gilt es, den Schwung mitzunehmen und an diese Leistung anzuknüpfen.
