Dramatischer Cup-Abend – Spycher führt Thun zum Sieg

Dramatischer Cup-Abend – Spycher führt Thun zum Sieg

Der FC Thun steht im Achtelfinal des Schweizer Cups. Die Berner Oberländer setzen sich auswärts gegen den FC Schaffhausen nach einem packenden 2:2 über 120 Minuten im Penaltyschiessen durch. Mann des Abends ist Torhüter Tim Spycher, der gleich drei Elfmeter pariert und seinem Team damit das Weiterkommen sichert.

Schaffhausen hält dagegen

Nur zwei Tage nach der Rückkehr aus Holland steht für den FC Thun bereits das nächste Cup-Spiel an. Im Sechzehntelfinal treffen die Berner Oberländer auswärts auf den FC Schaffhausen. Dabei muss Trainer Mauro Lustrinelli auf die gesperrten Innenverteidiger Bamert und Bürki sowie auf den angeschlagenen Labeau verzichten.

Die Gastgeber zeigen von Beginn an, dass sie sich nicht verstecken wollen. Bereits in der 10. Minute wird es gefährlich: Spycher pariert einen Kopfball aus kurzer Distanz, der Nachschuss landet am Pfosten. Thun kommt in der Folge besser ins Spiel und hat durch Christoffersson eine gute Möglichkeit. Sein Kopfball in der 27. Minute verfehlt das Tor nur knapp. Trotz einer Druckphase kurz vor der Pause gelingt den Thunern kein Treffer. Zur Halbzeit steht es 0:0.

Dursun bringt Thun zurück

Nach dem Seitenwechsel erwischt Schaffhausen den besseren Start. Chiappetta bringt die Gastgeber in der 49. Minute mit 1:0 in Führung. Thun lässt sich davon aber nicht lange beeindrucken und sucht sofort den Ausgleich. Christoffersson hat gleich doppelt Pech: Erst landet sein Abschluss an der Latte, danach scheitert er an Schaffhausens Torhüter De Nitti. Auch der eingewechselte Dursun trifft bei seiner ersten Ballberührung nur den Pfosten.

In der 72. Minute fällt dann endlich der Ausgleich. Nach einem Foul an Maier zeigt der Schiedsrichter auf den Punkt. Dursun übernimmt die Verantwortung und verwandelt sicher zum 1:1. Die Freude währt allerdings nur kurz, denn drei Minuten später bekommt auch Schaffhausen einen Penalty zugesprochen. Saliji setzt den Ball jedoch neben das Tor.

In der Schlussphase bleibt die Partie offen. Spycher hält Thun mit einer starken Parade im Spiel, während Bürgy auf der anderen Seite eine gute Chance nicht nutzen kann. Auch bei einem gefährlichen Freistoss in der Nachspielzeit ist der Thuner Schlussmann zur Stelle. Weil kein weiteres Tor fällt, geht es in die Verlängerung.

Braschi trifft – Schaffhausen schlägt zurück

Die Verlängerung beginnt für Thun nach Mass. In der 94. Minute wird Maier erneut im Strafraum gefoult. Diesmal tritt Braschi zum Penalty an und verwandelt souverän zum 2:1. Für ihn ist es das erste Tor im Trikot des FC Thun.

Die Berner Oberländer haben danach mehrere Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Ein abgefälschter Schuss landet am Pfosten, in der 117. Minute trifft Maier die Latte. Thun bringt den knappen Vorsprung trotzdem nicht über die Zeit. Praktisch mit dem Schlusspfiff schlägt Schaffhausen nochmals zu: Volkart trifft in der 120. Minute zum 2:2 und zwingt die Thuner ins Penaltyschiessen.

Spycher wird zum Matchwinner

Vom Punkt wird es nochmals richtig spannend. Spycher pariert zunächst den Penalty des ehemaligen Thuners Wetz. Damit bietet sich Bürgy die Chance, den Cup-Krimi zu beenden. Sein Schuss landet allerdings an der Latte.

Danach treffen beide Teams sicher, bis Derbaci ebenfalls am Aluminium scheitert. Schaffhausen hat nun die Möglichkeit, wieder auszugleichen. Doch Spycher macht dem Gegner einen Strich durch die Rechnung und hält erneut. Maier bringt Thun anschliessend in eine gute Ausgangslage, ehe Spycher mit seiner dritten Parade im Penaltyschiessen alles klarmacht.

Die Erleichterung bei den Thunern dürfte gross sein. Nach einer Partie, in der sie mehrmals zurückkommen müssen und den Sieg zwischenzeitlich schon vor Augen haben, setzt sich das Team am Ende doch noch durch. Einen grossen Anteil daran hat Spycher, der in den entscheidenden Momenten die Nerven behält.

Yverdon wartet im Achtelfinal

Der FC Thun darf damit den Einzug in den Achtelfinal des Schweizer Cups feiern. Gegen einen kämpferischen FC Schaffhausen braucht es dafür nicht nur Geduld und Durchhaltewillen, sondern vor allem einen starken Rückhalt im Tor.

Lange Zeit zum Durchatmen bleibt den Berner Oberländern nicht: Im Achtelfinal wartet auswärts Yverdon Sport. Die nächste Cuprunde findet vom 1. bis 3. Dezember statt.