Der SC Bern bleibt in Fahrt. Die Mutzen gewinnen das Berner Derby bei den SCL Tigers mit 3:1 und feiern damit den vierten Sieg in Serie. Mann des Abends ist Rodrigo Abols, der gleich zweimal trifft. Goalie Christof von Burg zeigt ebenfalls eine starke Leistung, ehe Captain Waltteri Merelä mit einem Treffer ins leere Tor alles klar macht.
Abols nutzt die Chancen eiskalt
Die SCL Tigers legten vor heimischem Publikum engagiert los und kamen bereits in der Startphase zu einer guten Möglichkeit. Doch Christof von Burg war von Beginn an bereit. Der SCB-Goalie, der nach dem Spiel gegen Lausanne erneut zwischen den Pfosten stand, liess sich auch von weiteren gefährlichen Abschlüssen der Gastgeber nicht bezwingen.
Die Berner machten es auf der anderen Seite besser. In der 14. Minute spielten sie einen Konter sehenswert aus. Zwei schnelle Diagonalpässe brachten Rodrigo Abols in eine ideale Position am zweiten Pfosten, wo er nur noch einschieben musste. Mit dem 1:0 übernahm der SCB die Führung und zeigte, wie gefährlich er im Umschaltspiel sein kann.
Erst das 2:0, dann schlägt Langnau zurück
Im Mitteldrittel wurde es auf dem Eis hitziger. Bei einem Derby zwischen Bern und Langnau gehören Emotionen dazu – und davon gab es diesmal reichlich. Es kam zu Auseinandersetzungen, die Strafbank blieb nicht leer. Der SCB behielt in dieser Phase aber die Ruhe und wartete auf seine nächste Gelegenheit.
Diese kam in der 34. Minute. Marc Marchon leitete einen schnellen Gegenstoss ein und spielte den Puck zu Abols. Der Stürmer liess sich nicht zweimal bitten und traf mit einem präzisen Schuss ins hohe Eck zum 2:0. Damit schnürte er seinen Doppelpack.
Die Freude über den zweiten Treffer hielt allerdings nicht lange an. Nach einer Strafe gegen Tristan Scherwey kamen die Tigers im Powerplay zum Erfolg. Julian Schmutz verkürzte in der 36. Minute auf 1:2 und sorgte dafür, dass das Derby wieder offen war.
Bern behält die Nerven
Im Schlussdrittel war Geduld gefragt. Langnau suchte den Ausgleich, doch die Berner verteidigten konzentriert und machten die Räume eng. Wenn die Tigers doch einmal durchkamen, war von Burg zur Stelle oder die SCB-Abwehr warf sich in die Schüsse.
Kurz vor Schluss erhöhten die Gastgeber den Druck und nahmen ihren Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Der SCB hielt dagegen. Abols blockte einen gefährlichen Abschluss von Kinnunen, bevor Merelä die Entscheidung herbeiführte: Der Captain fing einen ungenauen Pass ab und traf in der 60. Minute ins leere Tor zum 3:1.
Damit war der vierte Sieg in Folge unter Dach und Fach. Der SCB überzeugte nicht nur mit seinen beiden Torschützen, sondern auch mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der nötigen Ruhe in der entscheidenden Phase.
Das nächste Derby steht schon bevor
Lange können die Berner den Erfolg nicht geniessen. Bereits am Dienstag, 20. Oktober, treffen die beiden Teams erneut aufeinander. Diesmal spielt der SCB zu Hause in der PostFinance Arena. Spielbeginn ist um 19.45 Uhr.
