Der FC Wil 1900 steht im Achtelfinal des Schweizer Cups. Die Ostschweizer gewinnen auswärts gegen den FC Bulle mit 1:0 und schaffen damit erstmals seit vier Jahren wieder den Sprung unter die letzten 16 Teams. Noah Rupp erzielt in der 68. Minute das entscheidende Tor. Für einen zusätzlichen Höhepunkt sorgt Basil Stillhart, der nach seiner Rückkehr erstmals wieder für die Wiler aufläuft.
Geduld ist gefragt
Cup-Spiele haben ihre eigenen Gesetze. Das bekam der FC Wil 1900 auch in Bulle zu spüren. Die Wiler übernahmen von Beginn an mehrheitlich die Kontrolle, fanden gegen die gut organisierte Defensive der Gastgeber aber nur schwer eine Lücke. Bulle verteidigte engagiert und machte es den Ostschweizern alles andere als einfach.
Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Pirosch Fischer. Sein Abschluss aus rund 20 Metern zwang Bulle-Torhüter Leandro Zbinden zu einer starken Parade, bei der der Ball an die Latte gelenkt wurde. Auch Wil-Keeper Gentrit Muslija war gefordert. Nach einem Ballverlust musste er gegen Mathis Giordano eingreifen und kurz darauf eine weitere gefährliche Situation im Strafraum entschärfen.
Tore gab es in den ersten 45 Minuten keine. Wil hatte mehr Ballbesitz, doch Bulle hielt dagegen und machte deutlich, dass die nächste Cup-Runde kein Selbstläufer werden würde.
Rupp schlägt entscheidend zu
Auch nach der Pause blieb die Partie umkämpft. Zunächst waren es sogar die Gastgeber, die für Gefahr sorgten. In der 59. Minute parierte Muslija stark gegen Exaucé Mafoumbi. Wenig später musste Uchenna Nwannah nach einem Corner auf der Linie klären. Wil brauchte in dieser Phase auch etwas Glück, um nicht in Rückstand zu geraten.
Dann kam der Moment der Wiler. In der 68. Minute spielten sie einen Corner nach einstudiertem Muster aus. Tim Staubli brachte den Ball in den Rückraum, wo Noah Rupp bereits auf seine Chance lauerte. Der Mittelfeldspieler zog aus der Distanz ab und traf wuchtig zum 1:0.
Bulle gibt nicht auf
Mit der Führung im Rücken konnte Wil etwas befreiter aufspielen. Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. Bulle suchte bis zum Schluss den Ausgleich und machte es den Gästen in der Schlussphase nochmals ungemütlich.
In der 88. Minute fehlte Mafoumbi nur wenig zum 1:1. Sein Abschluss strich knapp am Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite hätte Edis Bytyqi für ruhigere Schlussminuten sorgen können, scheiterte aus kurzer Distanz jedoch an Zbinden.
So blieb es bis zum Abpfiff spannend. Die Wiler hielten dem Druck stand und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Es war kein glanzvoller Sieg, aber einer, der im Cup zählt.
