Bitteres Cup-Aus nach grossem Kampf – FC Schaffhausen fordert den Meister bis zum Schluss

Bitteres Cup-Aus nach grossem Kampf – FC Schaffhausen fordert den Meister bis zum Schluss

Der FC Schaffhausen liefert dem FC Thun einen packenden Cup-Fight und muss sich erst im Penaltyschiessen mit 9:10 geschlagen geben. Vor 4’358 Fans in der FCS Arena zeigt das Heimteam eine starke Leistung, kämpft sich eindrücklich zurück und darf trotz des Ausscheidens stolz auf seinen Auftritt sein.

Der FCS versteckt sich nicht

Von einem Klassenunterschied ist zu Beginn der Partie wenig zu sehen. Der FC Schaffhausen spielt mutig nach vorne, sucht seine Chancen und macht dem Schweizer Meister das Leben schwer. Die Gastgeber sind in den ersten 20 Minuten sogar das bessere Team. Nach einer Viertelstunde kommt Carmine Chiappetta der Führung nahe, doch der Ball will noch nicht ins Tor.

Mit der Zeit findet auch Thun besser ins Spiel. Die Gäste kommen häufiger zu ihren Aktionen, doch Schaffhausen hält dagegen. Beide Mannschaften schenken sich nichts, und bis zur Pause bleibt es beim 0:0. Schon zu diesem Zeitpunkt ist klar: Der FCS macht es dem Favoriten alles andere als einfach.

Chiappetta bringt die Fans zum Jubeln

Nach dem Seitenwechsel macht Schaffhausen dort weiter, wo es vor der Pause aufgehört hat. Das Heimteam startet druckvoll und belohnt sich in der 49. Minute: Carmine Chiappetta trifft zum 1:0. Die Freude in der FCS Arena ist gross, und plötzlich liegt die Cup-Überraschung in der Luft.

Thun reagiert auf den Rückstand und kommt wenig später zu einer guten Gelegenheit. Der Ball landet an der Latte – Glück für den FCS. Wenig später fällt dann doch der Ausgleich. Nach einem umstrittenen Penaltyentscheid tritt Dursun an und verwandelt zum 1:1. Weil kein VAR zum Einsatz kommt, bleibt es beim Entscheid des Schiedsrichters.

Grosser Moment verpasst – die Spannung bleibt

In der 76. Minute bietet sich Schaffhausen die nächste grosse Chance. Der FCS erhält einen Penalty und hat damit die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. Riad Saliji übernimmt die Verantwortung, setzt den Ball aber neben das Tor. Eine bittere Szene für die Gastgeber, die sich für ihren Aufwand beinahe ein zweites Mal belohnt hätten.

So bleibt es beim 1:1, und die Partie geht in die Verlängerung. Der FCS hat dem Schweizer Meister bis dahin alles abverlangt. Doch noch ist die Entscheidung nicht gefallen.

Volkart rettet den FCS in letzter Sekunde

In der Verlängerung schlägt zunächst Thun zu. Die Berner Oberländer erhalten einen weiteren Penalty und nutzen diesen zur 2:1-Führung. Für Schaffhausen wird die Lage immer schwieriger. Die Zeit läuft davon, und das Cup-Aus rückt näher.

Doch wer glaubt, dass sich der FCS bereits geschlagen gibt, liegt falsch. In der letzten Minute der Verlängerung sorgt der eingewechselte Dimitri Volkart für den grossen Jubel. Sein Treffer zum 2:2 lässt die FCS Arena explodieren und hält die Hoffnung auf ein Weiterkommen am Leben.

Was für ein Comeback! Der FCS kämpft sich zurück und zwingt den Schweizer Meister tatsächlich ins Penaltyschiessen.

Entscheidung vom Punkt – mit dem schlechteren Ende für Schaffhausen

Auch im Penaltyschiessen schenken sich die beiden Teams nichts. Die ersten fünf Schützen auf beiden Seiten treffen, und das Nervenspiel geht in die Zusatzrunde. Dort fehlt dem FCS am Ende das nötige Glück. Mit 9:10 muss sich Schaffhausen geschlagen geben.

Die Enttäuschung ist gross. Nach diesem Kampf, nach dem späten Ausgleich und nach der Chance auf die Überraschung tut das Ausscheiden besonders weh. Der FCS war so nahe dran, den Favoriten aus dem Wettbewerb zu werfen.