Der FC Winterthur zeigt gegen den FC Luzern eine starke Leistung und hält die Partie lange offen. Doch ausgerechnet in der Nachspielzeit fällt das entscheidende Tor. Die 0:1-Niederlage ist bitter – denn eine Verlängerung lag bereits in der Luft.
7800 Fans sorgen für Cup-Stimmung
Regen, Kälte und alles andere als ideales Fussballwetter: Trotzdem wollten sich 7800 Fans den Cup-Fight zwischen dem FC Winterthur und dem FC Luzern am Samstag nicht entgehen lassen. Und sie wurden für ihr Kommen belohnt. Die beiden Teams lieferten sich ein intensives Duell, in dem sich der FCW keineswegs verstecken musste.
Von Beginn an wurde um jeden Ball gekämpft, beide Mannschaften kamen zu ihren Chancen. Einen klaren Unterschied zwischen den Teams war nicht zu erkennen. Einzig die Tore fehlten – und genau das machte die Partie bis zum Schluss so spannend.
Spagnoli hält den FCW im Spiel
Ein wichtiger Rückhalt für die Winterthurer war Torhüter Antonio Spagnoli. Vor allem in der 59. Minute war er zur Stelle: Matteo Di Giusto kam freistehend zum Abschluss und zog flach ab. Spagnoli reagierte blitzschnell und verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand.
Einmal wurde es für den FCW-Keeper etwas unglücklich, als ihm ein scheinbar einfacher Ball aus den Händen rutschte. Die Luzerner konnten den Fehler allerdings nicht ausnutzen. So blieb es beim 0:0, und Winterthur durfte weiter auf den Führungstreffer hoffen.
Marchesano fehlt nur ein wenig Glück
Auch der FCW hatte seine Momente. In der 75. Minute wurde Théo Golliard kurz vor dem Strafraum gefoult. Antonio Marchesano nahm sich des Freistosses an und setzte den Ball an die Latte. Luzerns Torhüter Letica hätte bei diesem Versuch kaum eine Chance gehabt.
Es war eine dieser Szenen, in denen nur wenige Zentimeter fehlten. Der FCW war nahe dran, die Partie auf seine Seite zu ziehen. Doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor.
Ein Eckball macht alles zunichte
Mit jeder verstrichenen Minute rückte die Verlängerung näher. Die Winterthurer hielten dagegen, warfen sich in die Zweikämpfe und liessen Luzern lange kaum entscheidend davonziehen. Vieles deutete darauf hin, dass die Entscheidung erst in der Verlängerung fallen würde.
Doch dann kam die 92. Minute. Nach einem Eckball konnte Spagnoli den ersten Schuss noch abwehren. Vor dem Tor entstand ein Gewühl, in dem Pius Dorn am schnellsten reagierte und den Ball über die Linie stocherte. 0:1 – und das ausgerechnet in einem Moment, in dem sich der FCW schon auf die Verlängerung einstellen konnte.
Für die Winterthurer war das ein harter Schlag. Viel Zeit für eine Antwort blieb nicht mehr, und so musste sich das Team mit dem späten Gegentreffer abfinden.
Viel Einsatz, aber kein Happy End
Die Enttäuschung über das Ausscheiden dürfte gross sein. Der FCW hatte dem FC Luzern über weite Strecken Paroli geboten, sich Chancen erarbeitet und defensiv dagegengehalten. Am Ende fehlte nicht viel, um die Partie zumindest in die Verlängerung zu bringen.
So bleibt ein bitteres Cup-Aus nach einer engagierten Leistung. Dass die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel, macht die Niederlage umso schmerzhafter. Der FC Winterthur kann aus diesem Auftritt dennoch mitnehmen, dass er sich gegen Luzern keineswegs verstecken musste. Für den Einzug in die nächste Runde hat es diesmal trotzdem nicht gereicht.
