Bis zum Schluss gezittert – Rorschach-Goldach siegt 2:1

Bis zum Schluss gezittert – Rorschach-Goldach siegt 2:1

Was für ein Spiel auf der Rorschacher Sportanlage: Der FC Rorschach-Goldach bezwingt den FC Uzwil mit 2:1 und feiert damit den zweiten Heimsieg der Saison. Die Zuschauer bekamen eine abwechslungsreiche Partie mit vielen Chancen, viel Tempo und einer spannenden Schlussphase zu sehen. Am Ende durfte sich das Heimteam über drei hart erkämpfte Punkte freuen – auch dank etwas Glück.

Uzwil erwischt den besseren Start

Die Gäste machten von Beginn an Druck und wollten mit einem weiteren Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Schon nach wenigen Minuten hatte Cengiz die Führung auf dem Fuss. Alleine vor Jordi Forster scheiterte er jedoch am starken Rorschacher Schlussmann.

Nach diesem frühen Weckruf kam das Heimteam immer besser ins Spiel. Nach einem Schuss von Temesgen Sabit reagierte Severin Schwendener am schnellsten und brachte Rorschach-Goldach mit 1:0 in Führung.

Für Schwendener war die Freude allerdings nur von kurzer Dauer. Nur fünf Minuten später musste er nach einem harten Foul verletzt vom Platz. Ein bitterer Moment für den Torschützen.

Bruderer legt nach

Rorschach-Goldach liess sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Kurz nachdem Orcun Cengiz auf der anderen Seite nur den Pfosten getroffen hatte, schlug das Heimteam erneut zu. Temesgen Sabit bewies im Strafraum viel Übersicht und legte den Ball perfekt für Yannik Bruderer auf. Dieser musste nur noch einschieben – 2:0.

Uzwil blieb aber gefährlich und kam durch Ajet Sejdija immer besser ins Spiel. Der Mittelfeldspieler übernahm zunehmend Verantwortung und sorgte für viel Bewegung im Angriff. Nach einem Freistoss aus rund 30 Metern kamen die Gäste schliesslich zum Anschlusstreffer.

Chancen auf beiden Seiten

Bis zur Pause ging es weiter hin und her. Beide Teams kamen zu guten Möglichkeiten. Marcio Alder verpasste das 3:1, Sabit scheiterte am Uzwiler Torhüter Josip Martic und auch Marco Ciullo konnte seine Chance alleine vor dem Tor nicht nutzen.

Kurz vor der Pause fehlte Sabit nach einer Eckball-Serie ebenfalls nicht viel zum dritten Rorschacher Treffer. Auf der anderen Seite blieb Uzwil jederzeit gefährlich.

Die Partie hätte zu diesem Zeitpunkt durchaus auch mit mehr Toren auf beiden Seiten stehen können.

Uzwil übernimmt das Kommando

Nach der Pause wurde der Druck der Gäste immer grösser. Nach rund einer Stunde schien Rorschach-Goldach sogar das 3:1 erzielt zu haben. Ein direkt getretener Corner von Matej Potokar wurde zunächst als Tor anerkannt, doch der Schiedsrichter nahm die Entscheidung wegen eines vermeintlichen Foulspiels im Strafraum wieder zurück. In der 68. Minute hatte Rorschach-Goldach erneut Glück: Der Ball landete am Aluminium und verhinderte den Ausgleich.

Schultes fliegt vom Platz

Die Aufgabe wurde für Rorschach-Goldach noch schwieriger. Nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie sah Jan Schultes die Gelb-Rote Karte. Die letzten Minuten musste das Heimteam damit in Unterzahl bestreiten.

Uzwil witterte nun seine Chance und erhöhte nochmals das Tempo. Wieder rettete das Aluminium, wenig später war Jordi Forster mit einer starken Parade zur Stelle. Der Rorschacher Torhüter hielt sein Team damit weiter auf Siegkurs.

Alles reinwerfen bis zum Schluss

Die Schlussphase entwickelte sich zu einer echten Abwehrschlacht. Rorschach-Goldach verteidigte mit grossem Einsatz und warf sich in jeden Ball.

Auch Fabio Moser, bislang bester Uzwiler Torschütze, hatte den Ausgleich auf dem Fuss. Frei vor Forster setzte er den Ball jedoch neben das Tor.

In der Nachspielzeit bot sich dann sogar noch die Chance zur Entscheidung. Yannik Bruderer lief nach einem Konter auf das Uzwiler Tor zu, sein Abschluss streifte jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz darauf war Schluss. Die Erleichterung beim Heimteam war entsprechend gross.