Der EHC Biel muss sich Ambri-Piotta knapp mit 3:4 geschlagen geben. Die Seeländer erwischen einen schwierigen Start, kämpfen sich aber zurück und drehen die Partie zwischenzeitlich sogar. Am Ende entscheidet ein später Treffer der Tessiner das umkämpfte Spiel.
Ambri macht von Beginn an Druck
Biel hat zu Beginn Mühe, ins Spiel zu finden. Ambri ist von der ersten Minute an präsent, setzt die Seeländer mit aggressivem Forechecking unter Druck und hält die Scheibe immer wieder lange im Bieler Drittel.
Als die Tessiner in Unterzahl geraten, bietet sich Biel die Chance, das Spiel zu drehen. Doch im Powerplay will den Gastgebern wenig gelingen. Ein unglücklicher Wechselfehler sorgt zudem für zusätzliche Gefahr. Kurz darauf fällt dann tatsächlich das 0:1. Järventie bringt die Scheibe vors Bieler Tor, wo sie unglücklich abgelenkt wird. Schnarr reagiert am schnellsten und bringt Ambri in Führung.
Biel findet zurück ins Spiel
Der Rückstand bringt Biel aber nicht aus dem Konzept. Die Seeländer werden aktiver und kommen immer besser in die Partie. Die Belohnung folgt wenig später: Nach einem abgefälschten Schuss von der blauen Linie landet die Scheibe bei Toni Rajala. Der Finne steht goldrichtig und gleicht zum 1:1 aus.
Ambri bleibt zwar gefährlich und sorgt immer wieder für Druck. Trotzdem gelingt es Biel, die Partie zu drehen. Wieder ist Rajala beteiligt. Er findet mit einem starken Zuspiel Marcus Sylvegård, der aus der Drehung abschliesst und den Puck im Tor versenkt. Plötzlich liegt Biel mit 2:1 vorne.
Entscheidung fällt erst kurz vor Schluss
Nun entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams spielen mit viel Tempo und suchen immer wieder den Weg zum Tor. Ambri bleibt geduldig und wird für seinen Aufwand belohnt.
Innerhalb von nur einer Minute drehen die Tessiner die Partie. Zuerst trifft Zaccheo Dotti mit einem Schuss von der blauen Linie, kurz darauf erhöht Wüthrich mit einem sehenswerten Abschluss aus dem Slot auf 3:2.
Biel steckt aber erneut nicht auf. Ausgerechnet der ehemalige Ambri-Stürmer Dominik Zwerger sorgt für den nächsten Höhepunkt und bringt die Seeländer mit seinem Treffer zum 3:3 wieder zurück. Damit ist die Partie wieder völlig offen. Biel kämpft um den Punkt, doch am Ende fehlt nur wenig zum Erfolg. In der 59. Minute trifft Järventie zum zweiten Mal an diesem Abend und entscheidet das Spiel zugunsten der Tessiner.
Für den EHC Biel bleibt damit eine bittere Niederlage. Die Seeländer zeigen nach einem schwierigen Start Moral und kommen zweimal zurück. Für einen Punktgewinn reicht es am Ende trotzdem nicht.

