Der FC Hergiswil muss im 1/16-Final des IFV-Cups die Segel streichen. Beim FC Nottwil setzte es für die Nidwaldner eine bittere 2:3-Niederlage ab. Damit scheidet Hergiswil bereits zum zweiten Mal in Folge in dieser Cup-Runde gegen einen 3.-Ligisten aus. Vor zwei Jahren war es der FC Zell, diesmal der FC Nottwil.
Hergiswil kommt nur langsam ins Spiel
Der Start in Nottwil verlief für die Hergiswiler alles andere als optimal. Bereits nach zwölf Minuten musste Linksverteidiger Elias Schacher wegen des Verdachts auf eine Zerrung ausgewechselt werden. Mario Vazquez übernahm seinen Platz.
Auch auf dem Platz wollte zunächst nicht viel zusammenpassen. Hergiswil fand kaum ins Spiel und geriet in der 18. Minute nach einem unglücklichen Eigentor mit 0:1 in Rückstand.
Dieser Gegentreffer wirkte allerdings wie ein Weckruf. Plötzlich war Hergiswil besser im Spiel und drehte die Partie noch vor der Pause. Joel Soffner traf in der 29. Minute zum 1:1, ehe Ian Horat sechs Minuten später die Nidwaldner sogar mit 2:1 in Führung brachte.
Viele Chancen, aber zu wenig Ertrag
Nach der Pause wollte Hergiswil möglichst schnell für klare Verhältnisse sorgen. Doch statt des dritten Tores fiel auf der anderen Seite der Ausgleich. Maël Stirnemann verwertete in der 52. Minute eine starke Flanke zum 2:2.
Danach war Hergiswil die spielbestimmende Mannschaft und kam immer wieder zu guten Möglichkeiten. Rund 15 Abschlüsse standen am Ende zu Buche. Doch Nottwils Torhüter Colin Thijs erwischte einen starken Abend und hielt seine Mannschaft mit mehreren guten Paraden im Spiel. So blieb es bis in die Schlussphase spannend. Hergiswil drängte auf den Sieg, konnte seine Chancen aber nicht nutzen.
Bittere Entscheidung in der Nachspielzeit
Und dann kam die Szene, die aus Hergiswiler Sicht besonders bitter war. Tief in der Nachspielzeit führte ein Ballverlust im Mittelfeld zu einem Nottwiler Angriff. Im Strafraum kam es zum Zweikampf zwischen Gian Bühlmann und einem Nottwiler Angreifer. Der Schiedsrichter entschied auf Penalty.
Nico Hodel übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 96. Minute zum 3:2. Kurz darauf war Schluss – und die Enttäuschung beim FC Hergiswil entsprechend gross.
Denn trotz des misslungenen Starts und des zwischenzeitlichen Rückstands hatte sich Hergiswil zurückgekämpft und nach dem Seitenwechsel genügend Chancen für den Sieg gehabt. Am Ende fehlten die nötige Effizienz und in der Schlussphase auch das Glück.
Das Cup-Abenteuer ist damit beendet. Nun gilt es, den bitteren Abend möglichst schnell abzuhaken und den Fokus wieder auf die Meisterschaft zu richten. Vielleicht gelingt den Hergiswilern, wie schon vor zwei Jahren, die passende Reaktion auf das Cup-Aus.
