Die Kadetten Schaffhausen bleiben in der Quickline Handball League ungeschlagen. Beim ebenfalls noch verlustpunktfreien GC Amicitia Zürich setzte sich der Schweizer Meister mit 34:28 (19:13) durch und bleibt damit mit sechs Punkten an der Tabellenspitze.
Bergmann hält die Kadetten auf Kurs
Die Kadetten starteten konzentriert und fanden nach einer ausgeglichenen Anfangsphase immer besser ins Spiel. Nach 13 Minuten stand es noch 7:6, danach konnten sich die Gäste erstmals deutlich absetzen. Zehn Minuten später führten sie bereits mit 13:7.
Einen grossen Anteil daran hatte Torhüter Leon Bergmann. Er erwischte einen starken Abend und brachte die Zürcher Angreifer immer wieder zur Verzweiflung. Insgesamt kam Bergmann auf 21 Paraden und eine Abwehrquote von 43 Prozent.
Auch in der Defensive überzeugten die Kadetten mit viel Bewegung und aggressivem Zweikampfverhalten. Im Angriff fanden sie immer wieder unterschiedliche Lösungen und nutzten ihre Chancen konsequent. Besonders Nikos Sarlos und Odinn Thor Rikhardsson sorgten auf den Flügeln für viel Druck. Bis zur Pause erspielten sich die Kadetten eine komfortable 19:13-Führung.
Zürich macht die Partie nochmals spannend
Nach dem Seitenwechsel sah die Partie plötzlich anders aus. Die Kadetten liessen etwas nach und trafen teilweise falsche Entscheidungen. Dazu kamen vergebene Chancen, die GC Amicitia Zürich sofort ausnutzte.
Die Gastgeber glaubten wieder an ihre Chance und kämpften sich zurück. Nach 40 Minuten war der Vorsprung der Kadetten auf ein einziges Tor geschrumpft, 23:22. Kurz darauf mussten die Kadetten zudem die Rote Karte gegen Ariel Pietrasik verkraften. Spätestens jetzt war klar, dass die Partie noch lange nicht entschieden war.
Die Mannschaft reagierte jedoch genau im richtigen Moment. Sie wurde wieder konzentrierter, spielte konsequenter und bekam die Partie erneut unter Kontrolle.
«Wir haben wieder zu uns selbst gefunden und sind wieder aufgestanden», sagte Trainer Jonas Wille nach dem Spiel und hob dabei besonders die Mentalität seines Teams hervor.
Maros übernimmt Verantwortung
In der schwierigen Phase war einmal mehr Captain Luka Maros gefragt. Der Rückraumspieler übernahm Verantwortung und erzielte insgesamt acht Tore. Gerade als Zürich den Druck erhöhte, war Maros zur Stelle und sorgte mit seinen Treffern dafür, dass die Kadetten nicht die Kontrolle über die Partie verloren.
Auch Patrik Martinovic steigerte sich im Verlauf des Spiels deutlich. Nach einer eher schwierigen ersten Halbzeit fand er immer besser in die Partie und setzte wichtige Akzente. Besonders sehenswert war ein Treffer aus spitzem Winkel, den er per Dreher im Tor unterbrachte.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgten Maros und Sarlos. Nach einem schönen Zuspiel von Maros traf Sarlos per Flieger und unterstrich damit nochmals die Spielfreude der Kadetten. Damit war die Partie endgültig entschieden. Am Ende stand ein 34:28 für die Gäste aus Schaffhausen.

