Spiel zwei geht an St. Gallen – Winterthur verliert in der Verlängerung

Spiel zwei geht an St. Gallen – Winterthur verliert in der Verlängerung

Spiel 2 der Viertelfinal-Serie zwischen unserem Team und dem TSV St. Otmar St. Gallen bot alles, was Playoffs ausmacht: Intensität, Emotionen, Führungswechsel und eine Verlängerung. Nach 60 umkämpften Minuten und einer turbulenten Extra-Time musste sich unsere Mannschaft mit 31:34 geschlagen geben. Damit steht die Serie 1:1 ausgeglichen und verspricht maximale Spannung für Spiel 3.

Starker Start, Kontrolle und ein erster Bruch im Spiel

Unser Team startete konzentriert und übernahm früh die Kontrolle über das Geschehen. Die Abwehr stand stabil, verschob aggressiv und zwang St. Gallen zu schwierigen Abschlüssen. Im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt, sodass sich über weite Strecken der ersten Halbzeit eine leichte, aber verdiente Führung entwickelte.

Die Partie blieb intensiv und körperbetont, doch unser Team hatte das Spiel lange im Griff. Beim Stand von 13:11 kam es jedoch zu einem entscheidenden Moment: Nach Videokonsultation wurde Oliver Eggert mit der roten Karte vom Platz gestellt. Der Verlust des Abwehrchefs veränderte die Statik der Defensive spürbar, dennoch reagierte die Mannschaft stark, stellte sich der Situation und verteidigte die Führung mit viel Einsatz bis zur Pause (15:13).

Ausbau der Führung und vermeintliche Kontrolle

Auch nach dem Seitenwechsel setzte unser Team zunächst die besseren Akzente. Die Abläufe im Angriff funktionierten, das Tempo blieb hoch, und defensiv konnte man wichtige Stops setzen. Nach rund zehn Minuten stellte Niclas Mierzwa auf 19:16, wenig später wurde der Vorsprung weiter ausgebaut.

In der 44. Minute zeigte die Anzeigetafel sogar 23:17 – sechs Tore Vorsprung in einem Viertelfinalspiel und eine Phase, in der vieles nach einer möglichen Vorentscheidung aussah. Trotz Time-outs der Gäste, mehreren Unterbrechungen und steigender Hektik blieb unser Team zunächst stabil und schien das Spiel unter Kontrolle zu haben.

St. Gallen kämpft sich zurück – Momentum kippt

Doch St. Otmar zeigte grosse Moral. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte der Gegner das Tempo, spielte konsequenter und nutzte kleine Fehler eiskalt aus. Während unser Team offensiv an Klarheit und Durchschlagskraft verlor, schmolz der Vorsprung Schritt für Schritt dahin.

Die Atmosphäre wurde zunehmend hitziger, das Spiel zerfahrener, und St. Gallen kam Tor um Tor näher. Drei Minuten vor Schluss fiel schliesslich der Ausgleich zum 26:26, das Momentum war endgültig gekippt.

Nervenschlacht in der Schlussminute und Siebenmeter-Ausgleich

In einer dramatischen Schlussphase bewies unser Team nochmals Charakter. Faris Colakovic traf zur erneuten Führung zum 27:26, doch die Antwort folgte umgehend: St. Gallen verwandelte einen Siebenmeter zum 27:27 und erzwang damit die Verlängerung. Die letzten Sekunden der regulären Spielzeit waren geprägt von Zeitstrafen, hektischen Aktionen und maximalem Druck.

Verlängerung kippt die Partie endgültig

In der Verlängerung begann das Spiel aus Sicht unserer Mannschaft denkbar ungünstig. In doppelter Unterzahl kassierte das Team früh zwei Gegentore und geriet sofort unter massiven Druck. Diese Phase erwies sich als spielentscheidend.

St. Otmar nutzte die Überzahl konsequent, spielte ruhig und effizient und baute den Vorsprung weiter aus. Nach der ersten Verlängerung stand es bereits 28:32. Ein Rückstand, der kaum noch aufzuholen war, zumal die Kräfte zunehmend schwanden und die Struktur im Angriff litt.