Der SC Cham zeigt gegen Bulle viel Einsatz, muss sich aber mit 2:4 geschlagen geben. Zum entscheidenden Mann wird Andi Ukmata: Der Freiburger Stürmer trifft gleich dreimal.
Cham geht verdient in Führung
Nach dem 1:0-Sieg bei Lugano U21 wollte Cham auch zu Hause punkten. Gegen den FC Bulle entwickelte sich von Beginn weg eine intensive und unterhaltsame Partie. Cham hatte etwas mehr Ballbesitz und kam immer wieder gefährlich nach vorne. In der 38. Minute belohnten sich die Gastgeber. Nach einem Eckball, den Florian Kamberi herausgeholt hatte, landete der Ball bei Jorge Facal Castro. Dieser zog ab und setzte den Ball sehenswert zum 1:0 ins Netz.
Lange konnte sich Cham über die Führung allerdings nicht freuen. Nur eine Minute später war Andi Ukmata zur Stelle und glich für Bulle aus. Kurz vor der Pause musste sich Cham bei Goalie Diego Heller bedanken. Mit einer starken Parade verhinderte er den Rückstand.
Zwei Minuten, die alles verändern
Auch nach der Pause blieb Cham zunächst die aktivere Mannschaft. Die Gastgeber hatten mehrere Eckbälle, fanden aber keinen Weg durch die Bulle-Abwehr.
Dann ging es plötzlich schnell. In der 56. Minute kam Bulle über die Seite und brachte den Ball vors Tor. Chams Captain Fabio Niederhauser wollte klären, lenkte die Flanke aber unglücklich ins eigene Tor.
Nur zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag. Ukmata bekam einen Freistoss und verwandelte direkt zum 3:1. Innerhalb von zwei Minuten hatte sich das Spiel komplett gedreht. Cham liess sich davon aber nicht entmutigen. Niederhauser machte seinen Fehler wieder gut und verkürzte in der 63. Minute auf 2:3.
Cham drückt, Bulle bleibt gefährlich
In der Schlussphase war Cham dem Ausgleich nahe. Facal Castro hatte in der 70. Minute eine gute Möglichkeit. In der 83. Minute kam Marin Wiskemann nach einer Flanke zum Kopfball, doch der Bulle-Torhüter war zur Stelle. Cham warf nochmals alles nach vorne. Der Ausgleich wollte aber nicht fallen.
Stattdessen sorgte Ukmata für den Schlusspunkt – und zeigte dabei, warum er derzeit einer der gefährlichsten Stürmer der Liga ist. In der 89. Minute sah er, dass Heller etwas weit vor seinem Tor stand. Aus grosser Distanz hob Ukmata den Ball über den Chamer Goalie hinweg und traf zum 4:2.
«Ukmata gelang fast alles»
Chams Trainer Pascal Nussbaumer war mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. «Die Mentalität jedes Einzelnen stimmte», sagte er nach dem Spiel. Gleichzeitig musste er anerkennen, dass an diesem Abend vieles für Ukmata lief: «Im Gegensatz zu uns gelang Andi Ukmata fast alles.»
Auch Sportchef Marcel Werder sprach von einem Duell auf hohem Niveau. Für ihn war vor allem der Doppelschlag nach der Pause entscheidend: «Der Doppelschlag in der 56. und in der 58. Minute brach uns das Genick.»
Bulle zieht wieder vorbei
Mit dem Sieg überholt Bulle den SC Cham in der Tabelle wieder. Cham bleibt zwar in der Spitzengruppe, liegt nun aber sechs Punkte hinter Leader Biel. Viel fehlte nicht zu einem Punktgewinn. Am Ende war es vor allem ein Name, der den Unterschied machte: Andi Ukmata.

