Die ZSC Lions setzen bei der Nachfolge auf der Trainerbank auf einen echten Hochkaräter. Claude Julien übernimmt den Schweizer Meister und unterschreibt in Zürich einen Vertrag bis 2028. Der langjährige NHL-Coach bringt nicht nur über zwei Jahrzehnte Erfahrung auf höchstem Niveau mit, sondern auch einen Stanley-Cup-Titel und zahlreiche Erfolge mit der kanadischen Nationalmannschaft.
Ein Trainer mit grosser Erfahrung
Mehr als 1’000 Spiele als Headcoach in der NHL, der Stanley Cup mit den Boston Bruins im Jahr 2011 sowie Stationen bei den New Jersey Devils und den Montreal Canadiens, Claude Juliens Palmarès kann sich sehen lassen. Zuletzt war der 66-jährige Kanadier bei den St. Louis Blues tätig, zunächst als Scout und später als Assistenztrainer.
Auch mit Team Kanada feierte Julien grosse Erfolge. Er gewann Olympiagold 2014, den World Cup 2016 und führte die Nationalmannschaft 2022 zu WM-Silber. Bereits Ende der 1990er-Jahre sammelte er Medaillen als Trainer der kanadischen U20-Auswahl.
«Er weiss, wie man mit Druck umgeht»
Für ZSC-Sportchef Sven Leuenberger war Julien der Wunschkandidat. Besonders dessen Erfahrung auf höchstem Niveau und seine Art, mit Spielern zu arbeiten, hätten den Ausschlag gegeben.
«Claude verfügt über ein grosses Palmares. Überall, wo er war, hatte er Erfolg. Dank seiner Tätigkeit beispielsweise in Montreal ist er sich Druck gewohnt. Zudem kennt er das moderne Eishockey und die technischen Mittel dazu bestens.»
Leuenberger beschreibt Julien als Trainer, der grossen Wert auf eine stabile Defensive legt, gleichzeitig aber schnelles Umschaltspiel und offensive Lösungen fördert.
René Matte komplettiert den Trainerstab
Mit Julien kommt auch René Matte nach Zürich. Der schweizerisch-kanadische Doppelbürger war zuletzt während neun Jahren Assistenztrainer beim HC Ambri-Piotta und kennt das Schweizer Eishockey bestens.
Im Trainerteam bleiben Fabio Schwarz, Magnus Wennström und Mattia Stendahl weiterhin an Bord. Andreas Lilja wird den Klub ebenfalls nicht verlassen und künftig eine neue Aufgabe innerhalb der Organisation übernehmen.
Segafredo zieht weiter
Auch im Kader gibt es Veränderungen. Alessandro Segafredo verlässt die ZSC Lions auf eigenen Wunsch und wechselt zu den Rapperswil-Jona Lakers. Der 21-jährige Stürmer erhofft sich dort mehr Einsatzzeit.
Seit seinem Wechsel nach Zürich absolvierte Segafredo 37 Partien in der National League und steuerte fünf Skorerpunkte bei. Mit den Lions gewann er 2025 sowohl die Schweizer Meisterschaft als auch die Champions Hockey League.
Joshua Fahrni erhält die Chance auf einen Neustart
Als Ersatz verpflichten die Zürcher Joshua Fahrni von den SCL Tigers. Der 23-Jährige unterschreibt einen Einjahresvertrag und soll die Offensive flexibler machen.
Der ehemalige SCB-Spieler bringt bereits 227 Einsätze in der National League mit. Nachdem ihn zuletzt Verletzungen zurückgeworfen hatten, erhält er bei den ZSC Lions die Möglichkeit, seine Karriere neu anzukurbeln.
«Joshua ist ein junger Spieler mit NL-Erfahrung. Der Wechsel nach Zürich ist eine neue Chance für ihn», sagt Leuenberger. «Er kann sowohl als Center wie auch als Flügel eingesetzt werden und gibt uns als Rechtsschütze zusätzliche Optionen.»