Der FC Thun muss sich beim FC Basel mit 2:4 geschlagen geben. Die Thuner zeigen über weite Strecken einen mutigen und engagierten Auftritt, belohnen sich für ihren Aufwand aber zu wenig. Basel nutzt seine Chancen konsequenter und entscheidet die Partie mit seiner Effizienz für sich.
Thun startet mutig
Wegen der Belastung in den englischen Wochen nimmt der FC Thun in der Startelf einige Änderungen vor. Dabei kommt auch der erst 19-jährige Simon Lengen zu seinem Debüt in der Super League.
Thun startet schwungvoll in die Partie und kommt bereits in der 3. Minute zur ersten guten Möglichkeit. Nach einer Balleroberung in der Basler Hälfte landet der Ball bei Reichmuth, dessen Volley nur knapp am Tor vorbeifliegt. Kurz darauf schlägt Basel jedoch zu. Nach einer gut ausgespielten Überzahlsituation kommt Assane Sow zum Abschluss und trifft zum 1:0.
Die Thuner lassen sich davon nicht beeindrucken. Mit viel Laufarbeit und aggressivem Pressing setzen sie Basel immer wieder unter Druck. In der 16. Minute kommt Layton Stewart nach einer Drehung zum Abschluss, verfehlt das Tor aber knapp.
Thun hat in dieser Phase mehr vom Spiel, während Basel vor allem auf schnelle Gegenangriffe setzt. Genau so entsteht in der 32. Minute auch das 2:0. Sow kombiniert sich per Doppelpass durch die Thuner Defensive und trifft erneut.
Kurz vor der Pause hat Basel sogar noch die Möglichkeit auf den dritten Treffer. Wieder ist Sow frei durch, doch Niklas Steffen bleibt im Eins-gegen-Eins cool und verhindert mit einer starken Parade einen weiteren Gegentreffer.
Basel bleibt effizient
Nach der Pause erwischt Basel erneut den besseren Moment. In der 53. Minute bekommt Neuzugang Celar an der Strafraumecke zu viel Platz. Er nutzt diesen aus und schlenzt den Ball sehenswert zum 3:0 in die weite Ecke.
Thun steckt aber nicht auf. Die Mannschaft spielt weiter nach vorne und wird in der 74. Minute dafür belohnt. Nach einer Flanke von Heule legt Gutbub den Ball im Strafraum für Stewart ab. Der Stürmer bleibt ruhig und verkürzt auf 3:1.
Nur zwei Minuten später ist der alte Abstand allerdings wieder hergestellt. Nach einem Eckball kommt Xherdan Shaqiri aus spitzem Winkel zum Abschluss und trifft zum 4:1.
Thun gibt sich auch danach nicht geschlagen. In der Nachspielzeit sorgt Labeau nochmals für einen Treffer. Derbaci setzt den Angreifer in Szene, dessen Abschluss von Basel-Torhüter Salvi noch abgelenkt wird, aber trotzdem im Tor landet. In der 91. Minute steht damit der 4:2-Endstand fest.
Der Fokus liegt bereits auf Donnerstag
Auch wenn es am Ende nicht für Punkte reicht, zeigt der FC Thun in Basel über weite Strecken eine gute Leistung. Die Thuner treten mutig auf, übernehmen phasenweise die Initiative und bringen die Basler mit ihrem Pressing immer wieder in Schwierigkeiten. Vor dem Tor ist Basel an diesem Abend allerdings konsequenter.
Viel Zeit, um über die Niederlage nachzudenken, bleibt nicht. Bereits am kommenden Donnerstag wartet die nächste wichtige Aufgabe. Dann geht es für den FC Thun um die Qualifikation für eine europäische Liga-Phase. Der Fokus liegt deshalb bereits voll auf dieser Partie.
