Die Kadetten Schaffhausen haben im letzten Härtetest vor dem Saisonstart ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Vor rund 500 Zuschauerinnen und Zuschauern besiegten sie den deutschen Bundesligisten HSG Wetzlar mit 38:37. Nach einer starken ersten Halbzeit führten die Schaffhauser bereits mit 21:20 und behielten auch in der spannenden Schlussphase die Nerven.
Angriff sorgt für Begeisterung
Die Kadetten fanden von Beginn an gut ins Spiel und überzeugten vor allem mit ihrem schnellen Offensivhandball. Frederik Tilsted führte clever Regie, setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene und erzielte selbst fünf Tore. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erspielten sich die Gastgeber bis zur 11. Minute eine 11:7-Führung.
Wetzlar kämpfte sich zwar durch einige technische Fehler der Kadetten wieder heran, doch die Munotstädter antworteten jedes Mal mit Tempo und Spielfreude. Zur Pause lag Schaffhausen knapp, aber verdient mit 21:20 vorne.
Trainer Jonas Wille zeigte sich zufrieden: „Der Start ins Spiel war sehr gut, speziell im Angriff. Auch die Verteidigung hat in der ersten Viertelstunde überzeugt.“
Entscheidung in letzter Minute
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste gingen in der 33. Minute erstmals in Führung, doch keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Das Spiel blieb bis zur Schlussminute völlig offen.
Den entscheidenden Treffer erzielte Patrik Martinovic zum 38:37. Wetzlar setzte anschließend alles auf eine Karte und spielte mit sieben Feldspielern, doch die Kadetten verteidigten ihren letzten Angriff konsequent und sicherten sich den verdienten Sieg.
Besonders herausragend war Odinn Thor Rikhardsson, der alle 11 Würfe erfolgreich verwandelte. Auch Luka Maros überzeugte mit neun Treffern und trug wesentlich zum offensiven Spektakel bei.
Der Blick geht nach vorne
Bis zum Meisterschaftsstart bleibt den Kadetten noch etwas Zeit für den Feinschliff. Am kommenden Dienstag wartet im Falkencup mit HBW Balingen-Weilstetten der letzte Test, bevor die neue Saison mit dem Auswärtsspiel gegen den HSC Suhr Aarau beginnt.
Für Jonas Wille ist klar, worauf der Fokus nun liegt: „Es ist wichtig, dass wir solche engen Spiele gewinnen. Jetzt arbeiten wir noch an den letzten Details, vor allem in der Defensive.“
