Der FC Winterthur hat in der Super League erneut eine deutliche Niederlage kassiert. Beim 3:5 auswärts gegen den Servette FC in Genf entwickelte sich ein Spiel, das früh in eine klare Richtung kippte und letztlich ein echtes Torfestival wurde.
Servette nutzt Fehler eiskalt aus
Die Partie begann aus Sicht der Gäste denkbar ungünstig. Ein unglücklicher Fehler im Aufbau führte zur frühen Führung für die Genfer: Miroslav Stevanovic profitierte von einem Abpraller und brachte Servette in Führung. Nur wenig später legte er nach und stellte früh auf 2:0. Winterthur wirkte in dieser Phase überfordert, insbesondere im Umschaltspiel und in der Absicherung nach Ballverlusten. Servette nutzte die Unsicherheiten konsequent aus.
Nach rund einer halben Stunde stand es bereits 3:0 durch Florian Ayé, der im Strafraum völlig frei zum Abschluss kam. Zu diesem Zeitpunkt drohte der FCW auseinanderzufallen.
Winterthur reagiert mit überraschender Moral
Trotz des klaren Rückstands zeigte der FC Winterthur eine unerwartete Reaktion. Statt komplett zu zerfallen, fand das Team zumindest offensiv ins Spiel zurück. Nishan Burkart wurde dabei zur wichtigsten Figur der Zürcher. Mit einem Doppelschlag noch vor der Pause verkürzte er auf 2:3 und brachte sein Team wieder in Schlagdistanz.
Mit dem Pausenstand blieb das Spiel überraschend offen, auch wenn Servette klar die bessere Mannschaft blieb.
Offener Schlagabtausch nach der Pause
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie völlig wild. Beide Teams suchten konsequent den Weg nach vorne, was zu weiteren Toren führte. Servette stellte durch Steve Rouiller nach einem Standard auf 4:2. Der FCW antwortete jedoch erneut: Alexandre Jankewitz nutzte eine Situation am Strafraumrand und verkürzte auf 4:3. Kurzzeitig kam wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn auf.
Doch diese hielt nicht lange. Nur wenige Minuten später sorgte Thomas Lopes für die Entscheidung. Nach einem Aluminium-Abpraller reagierte er am schnellsten und stellte auf 5:3.
Ein historischer Negativrekord rückt näher
Mit den fünf Gegentoren in Genf verschärft sich die Situation dramatisch. Winterthur hat in der laufenden Saison bereits 91 Gegentore kassiert. Damit steht der Klub nur noch einen Treffer davon entfernt, den Negativrekord der Super League von Bellinzona aus der Saison 2009/10 zu egalisieren.



