Die Kadetten Schaffhausen haben den Einzug in den Viertelfinal des Mobiliar Handball Cups souverän geschafft. Im Achtelfinal gegen Handball Emmen legten sie bereits in der ersten Halbzeit den Grundstein für den Sieg und führten zur Pause mit 24:12. Am Ende gewannen die Schaffhauser mit 45:34. Für einen besonderen Moment sorgte der erst 16-jährige Nick Schüle, der bei seinem Debüt für die Profimannschaft gleich sein erstes Tor erzielte.
Starke Leistung in der ersten Halbzeit
Die Kadetten starteten konzentriert in die Partie und zeigten von Anfang an, dass sie unbedingt weiterkommen wollten. Mit einer starken Abwehr machten sie es den Gastgebern schwer, zu guten Torchancen zu kommen.
Auch Torhüter Mathieu Seravalli erwischte einen hervorragenden Start. In der ersten Halbzeit parierte er zwölf Würfe und erreichte damit eine Fangquote von 55 Prozent. Im Angriff sorgten Frederik Tilsted und Ariel Pietrasik für wichtige Treffer. Pietrasik erzielte insgesamt sieben Tore und wurde nach dem Spiel als bester Kadetten-Spieler ausgezeichnet.
Nick Schüle trifft bei seinem Debüt mit 16 Jahren
Mit der deutlichen Führung im Rücken konnte Trainer Jonas Wille bereits früh Spieler wechseln und dem gesamten Team Einsatzzeit geben. Dadurch erhielt auch Nachwuchsspieler Nick Schüle die Chance, sich zu zeigen.
Da Milan Lutz fehlte, weil er mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft unterwegs war, kam der erst 16-jährige Schüle auf dem rechten Flügel zum Einsatz. Er nutzte seine Chance direkt und erzielte beim Stand von 38:26 sein erstes Tor für die Profimannschaft. Für den jungen Spieler war es ein besonderer Moment und ein schöner Beweis für die gute Nachwuchsarbeit der Kadetten.
Nach der Pause lassen die Kadetten etwas nach
Schon nach 15 Minuten lagen die Schaffhauser mit 12:5 vorne. Ein 5:0-Lauf brachte sie früh auf die Siegerstrasse. Auch als Emmen mit einem zusätzlichen Feldspieler angriff, reagierten die Kadetten schnell und erzielten durch Luka Maros und Dimitrij Küttel zwei Treffer ins leere Tor.
In der zweiten Halbzeit fehlte den Gästen allerdings etwas die Konzentration. In der Abwehr waren sie nicht mehr ganz so konsequent, und auch im Angriff fehlte teilweise der Druck aus der ersten Hälfte.
Trainer Jonas Wille sprach die nachlassende Leistung nach dem Spiel offen an. «Wir waren etwas schlampig», erklärte er. Zwar sei es verständlich, dass bei einer so deutlichen Führung die Konzentration etwas nachlasse. Trotzdem hätte er sich gewünscht, dass seine Mannschaft das Spiel besser zu Ende bringt.
Der Sieg gerät nie in Gefahr
Trotz der schwächeren zweiten Halbzeit hatten die Kadetten die Partie jederzeit unter Kontrolle. Handball Emmen nutzte die grösseren Räume zwar für einige schöne Treffer, konnte den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen. In der 45. Minute erhöhte Odinn Thor Rikhardsson auf 36:23.
Kurz vor Schluss gelang Emmen nochmals ein Treffer vom Siebenmeterpunkt. Den Schlusspunkt setzte jedoch Mikkel Olsen mit dem 45. Tor für die Kadetten. Am Ende stand ein klarer 45:34-Erfolg auf der Anzeigetafel.
Trainer Wille war vor allem froh, dass seine Mannschaft den Sieg sicher nach Hause brachte und viele Spieler zum Einsatz kamen.
Weiter geht es am 11. November
Nach dem Cup-Spiel steht für die Kadetten eine Pause im Vereinswettbewerb an. Am 11. November geht es mit dem Heimspiel gegen den HSC Suhr Aarau weiter. Die Partie beginnt um 19.15 Uhr in der BBC Arena.
Zuvor sind voraussichtlich zehn Spieler der Kadetten mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Mathieu Seravalli, Lucas Meister und Luka Maros spielen mit der Schweiz im Rahmen des MEN’S EHF EURO CUP 2028 am 4. November auswärts gegen Portugal.
Am 8. November wartet ein besonderes Spiel auf die Schweizer Nationalmannschaft. In der Zürcher Swiss Life Arena trifft sie vor mehr als 10’000 Fans auf Welt- und Europameister Dänemark. Für den Schweizer Handball könnte dabei ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt werden.

