Pfadi Winterthur ist mit einem starken Auftritt in den EHF European Cup gestartet. Im Hinspiel der zweiten Runde gewannen die Winterthurer auswärts gegen IFK Handball Helsinki mit 42:32. Damit verschafft sich das Team von Trainer Goran Cvetković eine ausgezeichnete Ausgangslage für das Rückspiel in der heimischen AXA ARENA. Ausschlaggebend waren eine starke Offensive, wichtige Paraden der Torhüter und eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Pfadi findet die passende Antwort
Die Partie in Helsinki begann ausgeglichen. Pfadi erwischte den besseren Start und ging früh mit 3:1 in Führung. Die Gastgeber liessen sich davon allerdings nicht beeindrucken und übernahmen in der 10. Minute beim Stand von 5:4 erstmals selbst die Führung.
Die Winterthurer reagierten stark. Mit vier Treffern in Serie drehten sie das Spiel wieder und setzten sich bis zur 13. Minute auf 8:5 ab. Zwar blieb Helsinki dran und konnte den Rückstand zwischenzeitlich nochmals verkürzen, doch Pfadi fand im Angriff immer wieder gute Lösungen.
Vor allem das hohe Tempo und die variable Spielweise stellten die finnische Abwehr vor Probleme. Ab der 20. Minute konnten sich die Gäste zunehmend absetzen. Bis zur 25. Minute wuchs der Vorsprung auf acht Tore an, was Helsinki zu einer weiteren Auszeit zwang. Bis zur Pause kamen die Gastgeber nochmals etwas näher heran, dennoch ging Pfadi mit einer verdienten 22:17-Führung in die Kabine.
Starke Torhüter geben den nötigen Rückhalt
Nach dem Seitenwechsel erwischte Helsinki den besseren Start und verkürzte auf 20:23. Pfadi liess sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und fand schnell wieder zu seinem Spiel zurück.
Ein wichtiger Rückhalt waren dabei die beiden Torhüter. Rickard Frisk zeigte eine herausragende Leistung und kam auf insgesamt 15 Paraden bei einer Abwehrquote von 36 Prozent. Damit verdiente sich der Schwede die Auszeichnung als Man of the Match. Auch Leonard Grazioli setzte wichtige Akzente. Er parierte vier Bälle, darunter gleich zwei Siebenmeter.
Mit diesen Leistungen im Rücken fand Pfadi auch defensiv immer besser ins Spiel. Ab der 39. Minute bauten die Winterthurer ihren Vorsprung Schritt für Schritt aus und liessen Helsinki immer weniger Möglichkeiten, nochmals entscheidend heranzukommen.
Zehn Tore Vorsprung als Lohn für einen starken Auftritt
In der 46. Minute war es so weit: Beim Stand von 35:25 lag Pfadi erstmals mit zehn Toren vorne. Kurz darauf wuchs der Vorsprung sogar auf elf Treffer an. Die Winterthurer blieben konzentriert, spielten ihre Angriffe geduldig aus und nutzten ihre Chancen konsequent.
Helsinki versuchte bis zum Schluss, das Resultat zu verbessern, fand gegen die gut aufgelegten Gäste aber kaum noch ein Mittel. Pfadi liess sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewann schliesslich deutlich mit 42:32.

