35:30 gegen Pfadi – Der HC Kriens-Luzern steht im Viertelfinal

35:30 gegen Pfadi – Der HC Kriens-Luzern steht im Viertelfinal

Der HC Kriens-Luzern gewinnt den Cup-Achtelfinal gegen Pfadi Winterthur mit 35:30 und steht im Viertelfinal des Mobiliar Handball Cup. Lange war die Partie ausgeglichen, doch in der Schlussviertelstunde drehten Justin Müller und Kristian Pilipovic richtig auf und führten den HCKL zum verdienten Heimsieg.

Ein schwieriges Spiel von Beginn an

Nach dem Champions-League-Spiel in Magdeburg wartete auf den HC Kriens-Luzern bereits die nächste wichtige Aufgabe. Im Achtelfinal des Mobiliar Handball Cup traf das Team von Andy Schmid auf Pfadi Winterthur. Die Gäste gehören zu den stärksten Mannschaften der Liga und wollten den Kriensern den Einzug in die nächste Runde so schwer wie möglich machen. Nach dem Cup-Aus im vergangenen Jahr war für den HCKL klar, dass er diesmal unbedingt weiterkommen wollte. Vor 1’392 Zuschauenden in der PILATUS ARENA entwickelte sich ein spannendes Spiel.

Frühe Verletzung und knappe Führung zur Pause

Der HCKL startete gut in die Partie. Bereits nach 30 Sekunden brachte Jonas Schelker die Gastgeber in Führung. Kurz darauf folgte allerdings ein Rückschlag: Jerome Müller knickte in der vierten Spielminute unglücklich um und konnte nicht mehr weiterspielen.

Pfadi Winterthur nutzte die Situation und blieb dem HCKL dicht auf den Fersen. Mit einer Umstellung auf sieben Feldspieler machten die Gäste den Kriensern das Leben zusätzlich schwer und gingen in der 21. Minute sogar erstmals in Führung.

Der HCKL liess sich davon aber nicht entmutigen. Jonas Schelker und Marin Sipic sorgten weiterhin für wichtige Treffer. Kurz vor der Pause gelang Sipic dann ein besonderer Moment: Nach einer Parade von Moreno Car kam der Ball direkt zu ihm. Mit einem Distanzwurf traf er in letzter Sekunde ins leere Winterthurer Tor. So ging Kriens-Luzern mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause.

Pfadi hält dagegen

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hart umkämpft. Beide Mannschaften fanden immer wieder Lösungen im Angriff, doch Pfadi konnte sich zwischenzeitlich einen kleinen Vorteil verschaffen. Nach 40 Minuten lag der HCKL mit 21:22 zurück.

Im Angriff fehlte den Kriensern in dieser Phase etwas die Durchschlagskraft. Trainer Andy Schmid reagierte und brachte mit Justin Müller und Ramon Schlumpf frische Kräfte ins Spiel. Auch in der Defensive gab es eine Veränderung. Trotzdem blieb die Partie bis in die Schlussviertelstunde offen. Beim Stand von 25:25 war noch alles möglich.

Starke Schlussphase bringt den Sieg

In den letzten 15 Minuten zeigte der HCKL, was in ihm steckt. Justin Müller brachte neuen Schwung in den Angriff und setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Gleichzeitig wurde Kristian Pilipovic im Tor immer stärker. Mit mehreren wichtigen Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel und gab ihr den nötigen Rückhalt.

Auch auf den Rängen wurde es immer lauter. Die Stimmung in der PILATUS ARENA übertrug sich auf das Spielfeld, und die Krienser fanden immer besser ins Spiel. Während der HCKL seine Chancen konsequent nutzte, unterliefen Pfadi zunehmend Fehlwürfe und technische Fehler.

Drei Minuten vor Schluss erhöhte Jonas Schelker auf fünf Tore Vorsprung. Damit war die Entscheidung praktisch gefallen. Am Ende durfte der HCKL einen verdienten 35:30-Sieg feiern.

Müller und Pilipovic machen den Unterschied

Der Weg zum Sieg war alles andere als einfach. Über weite Strecken musste der HCKL hart arbeiten, um mit Pfadi Winterthur mitzuhalten. In der entscheidenden Phase waren die Krienser jedoch zur Stelle und zeigten, dass sie auch enge Spiele für sich entscheiden können.

Justin Müller wurde für seine Leistung als Player of the Game ausgezeichnet. Kristian Pilipovic überzeugte mit wichtigen Paraden und hatte ebenfalls grossen Anteil am Erfolg. Bester Torschütze des HCKL war Marin Sipic mit zwölf Treffern.

Der HCKL steht im Viertelfinal

Mit dem 35:30-Erfolg zieht der HC Kriens-Luzern in den Viertelfinal des Mobiliar Handball Cup ein. Wer dort der nächste Gegner sein wird, steht noch nicht fest. Nach diesem hart erkämpften Sieg dürfen die Innerschweizer aber weiterhin auf den nächsten Schritt Richtung Cuptitel hoffen.