Schützengesellschaft Williberg: Es geht auch anders

Immer wieder jammern die Vorstandsmitglieder verschiedener Schützenvereine über fehlenden Nachwuchs. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel zweier Aargauer Schützengesellschaften.

Bild: Archiv

Die Schützengesellschaft Wiliberg-Hintermoos wurde 1875 gegründet. Im Jahr 2000 gab es eine berauschende Jubiläumsfeier. 125 Jahre Schützengesellschaft Wiliberg-Hintermoos.

 Trotzdem verwurzelt
«Obwohl der Schiesssport uns zusammenbringt, fühlen wir uns doch nicht als reine Interessengemeinschaft für das Schiessen.Vielmehr sehen wir uns als kultureller Teil der Gemeinde, der wir uns verbunden fühlen, stellen die Verantwortlichen des Vereins klar.»
Dass ein Schützenverein bestehen kann, auch wenn mehr als die Hälfte nicht im Dorf ansässig ist, dafür ist der Schützenverein Wiliberg-Hintermoos das beste Beispiel.

«Auch wenn mittlerweile die Hälfte unserer Mitglieder auswärts wohnt, so sind sie doch alle mit der Region verwurzelt und dies gibt uns einen starken Rückhalt in der Bevölkerung. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir auch in einem Umfeld, das dem Schiesssport zunehmend mit Ablehnung gegenübertritt, unseren Mitgliederbestand halten konnten.» heisst es seitens der Mitglieder.

Fest der Generationen
Wenn auf dem „Läger“ ein 15-jähriges Mädchen und ein 85-jähriger Veteran nebeneinander Schiessen, dann ist Schützenfestzeit.
„Uns zur Freude – der Jugend zum Vorbild“ – so lautete das Motto der Aargauer Schützenveteranen. Das 30. Aargauer Kantonalschützenfest 2017 galt als Treffpunkt der Generationen.

Ausnahmen bestätigen die Regel
Im Bezirk Zofingen sind die Jungschützenzahlen in den letzten Jahren – entgegen dem nationalen Trend – gestiegen. «Der Besuch von speziellen Schiessanlässen für Jugendliche oder die Teilnahme an Jung-und-Alt-Wettkämpfen kann fördernd wirken», sagt Patrick Kyburz. Er ist Jungschützenleiter des Bezirks und war OK-Vizepräsident des 30. Kantonalschützenfests. Dieses bat neben den normalen Schiesstagen auch den „Tag der Jugend“ an, ein Spezialevent für Jungschützen. «Dieser Anlass war sehr wichtig», meinte Kyburz, sagt aber auch, dass es in Zukunft noch mehr Anlässe nur für den Nachwuchs brauche.

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